Von der Sternkunde nach der Sündflnch. iz r
§. 29.
Die Sternkunde, welche seit den Zeiten des Fohi,ohngefchr bis aufs Jahr 480 vor Christi Geburt, undalso ganzer 2520 Jahre be» den Chinesern in Ansehengewesen war, wurde nun auf einmal ganz und gar ver-nachlaßigt: sie verlohr sich endlick ganz; das Reichwurde getheilcx es entstand eine Menge kleiner Staa-ken : und die Beherrscher dü ser kleinen E taatcn l cmühe-ten sich nur einander ihre Lander zu entziehen, und be-kümmerten sich um die Kultur der Künste'und Wissen-schaften nicht. Seit der Zeit des Confucius, welcherim Jahr 479 vor Christi Geburt starb, und welchervon den lchtern Finsternissen, die er selbst gesehen hatte,Bericht erstattete, wurden die Beobachtungen bis aufdas Jahr 204 vor Christi Geburt, gänzlich unterbro-chen. Es waren weder Astronomen noch astronomischeAnweisungen da. Das Tribunal der Meßkunst warzerstöret. Der KayserTsin— Chl—Hoang, welcheralle die>e kleinen geteilten Staaten von neuem rereinig-ke, und dadurch das große chinesische Reick wiederher-stellte, ließ im Jahre 246 vor Christ! Geburt alle Bü-cher der Geschichte und Sternkunde, besonders aber die,welches—Bing hießen,verbrennen: denn er kannte kei-ne Wissenschaft, sondern nur die Kunst, das Sckwerdtzu regieren. Bloß solcke Bücher, die dem Ackerbaus,die Arzneykunde und Sterndeutung behandelten, wür-digte er ihrer fernem Existenz. Diese drei) Wissenschaften,hielt er, wie eö scheint, für die Menschen von gleicherNolhwendigkeit
Einige Privatpersonen entrissen aber doch noch eini-ge Abschriften von historischen Büchern dem Verderben.Vermöge dieser Handschriften hat man nun größtentheilsdie Geschichte der Chineser und ihre Zeitrechnung wiederolkssindig zu machen gesucht. Allein, wenn astronomi-sche Tafeln und Beobachtungen da gewesen sind: so wur-
K 4 den