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1 (1777)
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148
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148 Von der Sternkunde nach der Sündfluth.

digt. Aber dergleichen Astronomen wurden nach den,schon überaus alten Gesehen ihres Reichs gerichtet. Pa-ter Gaubil* glaubt daher, daß man damals schonsichere Regeln, um die Finsternisse vorherzusagen, gehabthaben muß: denn das Gesetz, welches dergleichen Irr-thümer mit dem Tode bestrafe, sei) davon ein sichererBeweis. Allein wir halten dafür, daß dieß Gesetznichts, als die Unwissenheit der Nation und ihre alberneMeynung, von der Wichtigkeit dieser Wissenschaft inRücksicht auf den Feldbau und aufdie Vorherbestimmun,gen der Begegniffe ihres Reichs, beweisen kann. Manwünschte den Fürsten Glück, wenn die Finsternisse klei-ner als sie angekündiget waren, erschienen. Wenn dieAstrononmen sagten, daß keine gänzliche Verfinsterungder Sonne seyn würde: so war dieses eben so viel, alswenn sie dem Fürsten eine glückliche Regierung weißage-ten. Sie der Gefahr der Finsternisse bloß zu stellen,ohne ihnen vorher etwas davon zu sagen, wurde als einVerbrechen der beleidigten Majestät angesehen. Üb ri-gens gestehet P. Gaubil selbst**, daß die alten chinesi-schen Sternseher nicht allein die Gestirne beobachten, son-dern auch die Zeit der Feste und Religionsceremonienbestimmen mußten.

Für die Tage der Sonnenfinsternisse waren dem Vol-ke vorzüglich sonderbare Ceremonien zu beobachten vor-geschrieben. Wenn nun die Astronomen die Finsternissenicht gehörig bestimmt, und daher das Volk, in die Ver-legenheit, ihre angeordneten Feste nicht gebührend feyernzu können, gesetzt hatten: so mußte dieses freylich, in denAugen dieses abergläubischen Volks, als ein Verbrechenangesehen werden. Allein die chinesischen Sternseherwaren demohngeachtet kühn genug, und wagten um An-sehen

* kecueil ä'Oblervsnon« clu p Ä»c/er. III. 12.

** klsnulo. äe kl. no. izo. 179.