Von der Sternkunde nach der Sündfluth. i1 z
bracht worden seyn mag: Phönix und Janus habenalso einerlei) Ursprung.
Angeführte Vermuthuung ist keine bloße Konjektur:die alte Sternkunde selbst hak sie mit sichern Pfeilern un-terstützt. pcolomäus* führt in seinen Tagebüchernastronomische Beobachtungen an, welche über das Auf-und Untergehen gewisser Sterne unter dem Klima voni6 Stunden, das heißt, unter der nördlichen Breite von49 Graden, angestellt worden sind. Nun waren die euro-päischen Nordländer damals ohne Zweifel entweder nochgar nicht bewohnt, oder die wenigen Bewohner dersel-ben lagen wenigstens in der allertiefsten Unwissenheit be-graben, so, daß sie von den übrigen Völkern gar nichtin Betracht gezogen wurden: also verstehet sichs vonselbst, daß sich angezeigte Beobachtung von den nordi-schen Völkern Asiens herschreiben muß.
Angeführten Gründen wollen wir endlich noch einenHinzuthun, der die Wahrscheinlichkeit unserer Konjekturzu einem beträchtlichen Grade der Gewißheit selbst er-hebt. Das Buch des Zoroaster ist gleichsam die hei-lige Schrift des ganzen disseitigen Asiens: es ist das ein-zige gelehrte Buch der Persier und vieler Indianer; undwir haben die mehresten Nachrichten von den astronomi-schen Kenntnissen der alten Völker dieser Reiche, aus die-sem Buche unserm gegenwärtigen Werke einverleibet:nun findet man in angeführtem Buche auch die merk,würdige Stelle, daß der längste Tag des Sommers ge-rade noch einmal so lang, als der kürzeste des Winkerssey;°"° und diese Stelle bestimmt auf solche Art gleich-sam die nördliche Breite, in welcher das Buch des Zo-roaster entworfen seyn muß, oder, wo dieser alte Philo-soph
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** Lenä—1'. II. x. gao. stanz. Ausgabe.
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