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1 (1777)
Entstehung
Seite
110
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l i o Von der Sternkunde nach der Sündfluth.

den Arabern verstehet man noch ißt unter den NamenGog und Magog überhaupt alle nordische Völker.*

§. 7 -

Gedachte Konjektur, daß die Nationen des mittägi-gen Asiens von den Völkern des nördlichen aufgeklärtworden seyn mögen, erhält durch die Fabel vom Phönixeine neue Wahrscheinlichkeit. Dieser sonderbare, undvorzüglich bey den Aegyptiern so berühmte, Vogel warin seiner Art der einzige: er hatte keine Gattin. Seinegoldfarbenen Federn waren mit karmesinfarbigen unter-mengt. Wenn er 500 Jahre gelebt hakte: dann zoger aus Arabien nach Aegypten, um daselbst zu sterben,und um auf dem Altäre, welches ihm als einer Gottheitgewidmet war, aus seiner Asche aufs neue geboren zuwerden**. Nun hat man diese Fabel zwar auf ver.schiedene Art erklärt: allein die schicklichste Erklärungist ohne Zweifel diejenige, welche den Phönix für dasSinnbild einer gewissen Revolution der Sonne ausgiebt;denn diese fängt in dem Augenblicke, in welchem sie sichendigt, wieder von neuem an: auch ist die Sonne das ein-zige Gestirn, welches zuweilen mit karmesinsarbigemLichte und goldenen Skralen prangt.

Die Edda der alten Schweden erzählt eine ähnlicheFabel: denn diese betrifft einen Vogel, dessen Kopf undBrust feucrfarbig, der Schwanz und die Flügel hinge-gen himmelblau waren. Dieser lebte allemal zoo Ta.ge: und nach deren Verlauf begab er sich mit den übri-gen Zugvögeln nach Aekhiopien; daselbst bauete er seinNest, und verbrannte sammt den Eyern. Aus seinerAsche ward ein rother Wurm geboren: diesem wuchsensofort Federn und Flügel: und er zog mit den Zugvögelnwieder in die Nordländer zurück.***

Wer

* Hiüoire äe äis Inlciixr. 1. XXXI. x. 2IZ.

** Mau sehe //e-oc/ort

*** /Vilsiulca. 1. II. x. 24 ;.