Von der Sternkunde vor der Sündfluth. 97
unbekannten Zeit, gleichsam aus einem gemeinschaftlichenMittelpunkte, entsprossen und sofort gegen alle Ecken deralten Welt, mit der Vermehrung und Wanderung derVolker zugleich, ausgebreitet worden seyn: der gemein-schaftliche Mittelpunkt war ohnfehlbar ein überaus altes,uns aber unbekanntes, aufgeklärtes Volk, dessen Jrr-thümer sowohl als wahre Kenntnisse auf die Nachkom-men gebracht wurden.
Uebrigenö findet man auch noch andere Gewohnhei-ten bey den Völkern des AlterthumS, welche unsere Ver-muthung von der ehemaligen Existenz einer aufgeklär-ten Nation, als Erfinderin der Gelehrsamkeit, zu einembeträchtlichen Grade der Gewißheit erheben: denn dasSylbenmaß* der Griechen und Römer sowohl, als auchaller asiatischen Völker läßt sich ebenfalls aus einem ge-meinschaftlichen Ursprünge, der sehr alt seyn muß, her-leiten. * * Die Musik giebt uns hiervon einen neuen Be-weis. Abt Roussier*** spricht: Wenn die beydenSysteme der Tonkunst bey den Griechen und Chinesernnur ein einziges ausmachen oder vollkommen einerlei) sind:so folgt ohnstreitig, daß das ganze System von einemaltern Volke, als die Griechen und Chineser sind, er-funden und sodann, bloß stückweiseoderzerrissen auf, ver-schiedene Nationen der Nachkommen gebracht wordenseyn muß.« Der Herr Abt Rousster hat also vonden Alten, aus Gründen der Tonkunst eben so wie wirans Gründen der Sternkunde, geurkheilet.
§. 18. Wir
1,68 Niskui68 loriAues. Sollte dieß wohl Längenmaßheißen? dieß hatte doch in der That mit dem Nachsatze kei-nen Zusammenhang: vielleicht Heist es: die langen Notender alten Tonkunst. Ucbesetzcr.
'' Was diesenEegenstand anbetrifft : so werde ich ihn in ei-ner besonder« Abhandlung, die ich meiner Geschichte derneuern Sternkunde hinzuthun will, ausführlich behandeln."" ^lem. kur I» muligue äe8 sucieuus. x. 2 §. Z 2 .
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