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1 (1777)
Entstehung
Seite
98
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98 Von der Sternkunde vor der Sündfiuth.

§. l8.

Wir wagen es unsere Muthmaßung noch durch eineKonjektur von großer Wichtigkeit zu unterstützen: unddiese wollen wir von der wahren Einrichtung des Welt-g.chaudeö, besten Erfindung man dein philolaus oderü'vrhaupt den Pythgoraern zuschreibt, und das von demEopernikuS bloß aufs neue eingeführt worden ist, herzu-leiten suchen.

Weder Griechenland noch Rom konnte die Wahr-heit dieses Snstems begreiffen: ist es nun wohl wahr-scheinlich, daß die ältesten Griechen, die wir kennen,auf einen dergleichen Einfall, ohne vorausgesetzte wich-tige Beobachtungen, gerakhen konnten? Nein: dieseNation hakte damals selbst entweder nichts, oder dochsehr wenig in Rücksicht auf die astronomischen Beobach-tungen geleistet; und wenn sie dergleichen Ideen nichtvon einem älternVolke erhalten hakte: so hatte sie gewißaus den wenigen astronomischen Erscheinungen, die sieselbst beobachtete, den Empfindungen des Auges nichtso widersprechend schließen können. Die Aegyptier undCdaldaer bemüheten sich den Himmel sehr fleißig zu be-obachten: aber öffentlich Hypothesen, wie diese, zu ma-chen , wagten sie nicht; sie konnten sogar von der Be-wegung der Erde um ihre Axe nur mit einem vielleichtreden: und zu der Zeit des Pythagoras, wo manin Griechenland die Sternkunde zu behandeln erst an-fieng, konnte man weit schwcrlicher auf dergleichen son-derbar scheinende Hypothesen verfallen. Aber bey denIndianern muß gedachtes System, aus welchem so gres.se philosophische Geistesfahigkeiten hervorleuchten, aller-dings von einem sehr hohen Alter auf die Nachkommen,obgleich vielleicht heimlich, fortgepflanzt worden seyn:denn unsere chinesischen -Apostel fanden es ohnlangst da-selbst noch: und die neuern Indianer haben es gewißnicht erfunden. Daher hat ohnstreitig auch Pythago-ras