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1 (1777)
Entstehung
Seite
95
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Von der Sternkunde vor der Sündfluth. 9z

als Wahrheit behaupten. Jedoch dieß alles mögke sichvielleicht doch noch auf eine andere Art erklären lassen:aber wenn man bedenkt, daß einigen alten Philosophenauch sogar die Zurückkunft eines und eben desselben Ko-meten bekannt war: so müßte man erstaunen, wenn manannehmen wollte, daß ihre Vorfahren zu einer solchenKenntnifi ohne Hilfe der Fernrohre hatten gelange» kön-nen. Wie viel mal hatte da nicht ein Komet wiederkommen müssen, ehe man mit bloßen Augen hotte wahr-nehmen können, daß es eben derselbe, welcher ehemalserschien, gewesen wäre? Nein! hierzu scheinen allerdingsdergleichen optische Werkzeuge nöthig gewesen zu seyn:denn widrigenfalls hatte man einen Kometen wegen der,nach Maßgabe seiner Entfernung von der Erde und Son-ne, so verschiedenen scheinbaren Größe und Gestalt,nicht für eben denselben halten und aus dessen periodi-schen Lauf schließen können.

Aus diesem allem erhellet nun zwar, daß die bis-her angeführten Beweise für eine überaus kultivirteSternkunde der ersten Welt, nicht alle von gleicherWichtigkeit sind: allein wenn wir sie alle zusammen zu-gleich betrachten : so wird doch unsere Meynung ohnfehl-bar zu einen, sehr hohen Grade der Wahrscheinlichkeiterhoben; und man muß gestehen, daß wenigstens derasiatische Welttheil, vor jener großen Veränderung derErde, mit einem großem aufgeklärtem Volke, von des-sen Kenntnissen uns nur noch sehr wenige Denkmälerübrig geblieben seyn können, bewohnt gewesen ist.

§. r?.

Man findet in der Geschichte des Alterkhums eineMenge Gewohnheiten und Gesetze, welche alle die Ex-istenz einer uns unbekannten sehr ausgebreiteten und auf-geklärten Nation bestätigen: denn folgende Gebräuchezeugen allerdings von einem gemeinschaftlichen Ursprün-ge derselben. Diese sind: die Feste der Ausgießung des

Wassers,