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1 (1777)
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94 Von der Sternkunde vor der Sündfluth.

sen optischen Werkzeugen nöthigen Röhren aufbewahret:und man bediente sich dieser bloß, lim die falschen Stra-len, die von den Seiten in das Auge fallen, abzuhalten.*

§- i6.

Vielleicht findet man ben den Alten noch einige Spuh-ren, die, wenn man sie sorgfältig untersucht, den Ge.brauch der Fernröhre bey einem noch altern Volke ver-muthen lassen. Man weiß nämlich, daß einige Philo,sophen den Mond für einen Erdball, wie den unsrigenansahen: ja einige gicngen gar so weit, daß sie behaup-teten , man könnte in dem Monde sogar die Berge vonden Thalern gar deutlich unterscheiden. Wie könnte mannun dieses, ohne den Mond jemals mit einem Fernroh-re betrachtet zu haben, annehmen? Man weiß ferner,daß die Alten den weißen Schein der Milchstraße schonfür eine Vereinigung vieler überaus kleiner und sehr nahebeysammen stehender Sterne hielten: und so etwas laßtsich nicht durch bloßes philosophiren, ohne auf gewisseBeobachtungen Rücksicht zu nehmen, vermuthen oder

als

* Der Herr Graf von Lall vermuthet in seiner Ab-handluna, die sicli in den lckem. cle l'^cacl. äe« Iickeiip-rions befindet, daß der Gebrauch des Teleskops den Altenbekannt gewesen sc»: eine Stelle des Gtrabo hat ihn aufdiese Gedanken gebracht. Denn dieser spricht, indem ervon der, nach der damaligen Meinung, vergrößerten Größeder Sonne und des Monds im Horizonte, redet:dieDünste haben mit den Sehero'hren cincrley Wirkung: sievermehren die scheinbare Größe der Gegenstände." öck-r-öo bih. III. und ttist.Vcaä. licke,-chr. 1 . XXVII. p. 62. Aberwenn die Fernröhre zur Zeit des Gtrabo bekannt waren:warum meldeten andere Schriftsteller davon nichts? Umdiese Meinung zu bestätigen, müßte man meines Erach.lens stärkere Beweise führen. Widrigenfalls laßt sich nocheher vermuthen, daß Gtrabo bloß diese Erklärung voneinem weit älter» Gelehrten, vielleicht durch die Traditionoder auf eine andere Art erhalten. und, ohne den Grunddavon einzusehen, vorgetragen habe.