Don der Sternkunde vor der Sündfluth. 9z
Man findet in der von Herrn -Holwel besorgtenUebersetzung des Gyastcrh sowohl, als in den, vondein Grafen von Büfson aufbewahrten Papieren UN»sers ohulängst verstorbenen Eommerson, daß die In-dianer fünfzehn Sonnenmonden oder Planeten zahlen.Graf von Büsfoil erstaunte über diese sonderbare Nach-richt: und wir auch: denn das Alterthum zahlte derenzu allen Zeiten nur sieben. Unsere europäischen Stern-kundige» zahlen deren, seit Erfindung der Fernrohre sech-zehn, und also nur einen mehr als die Indianer. Hier-aus sollte man nun aufden Einfall gerathen, als obdie Vorfahren gedachter Völker die Monden des Jupi-ters und SaturnS ebenfalls gekannt hatten. Ader ge-setzt, man ließe diese Vermuthung gelten: so fragt sichs:welcher von gedachten Nebenplanctcn ist es wohl, denman von obiger Zahl i6 ausgeschlossen hat?
Die Kenntniß der Monden des SaturnS und Ju-piters setzt ferner eine ausgebreitete Wissenschaft derOptik voraus: man müßte damals schon vortrefiicheFernröhre zu bereiten gewußt haben. Da wir nun schonhinlänglich gezeigt haben, daß die Sternkunde vor denZeiten der Sündfluth überaus wichtige Progressen ge-macht haben muß: so wagen wir es nicht, ihnen eineErfindung abzufprechen, von welcher nach der Sündfluthnur noch einige kaum merkliche Spuhren zurück geblie-ben seyn mögen: wenigstens kann man annehmen, daßjene lange Röhre, deren sich -Hipparchus zur Betrach-tung des Himmels bediente, und deren Gebrauch manzuerst bey den Chinesern* fand, ein zurückgebliebenesMerkmal jener allerältesten optischen Erfindungen war.Die Kunst, Glas zu schleifen und zu Policen, war ver-loren ; die Tradition hatte bloß den Gebrauch der, zu die-sen
' Man sehe hierüber: l'tlllckone äe l'.^lkronomie mo-äerue.