Von der Sternkunde vor der Sündfluth. 79
wohl vielleicht den nämlichen Ursprung haben. Censo-rinns * setzt dasselbe in die Zahl von Perioden, die gro-ße Jahre genennet wurden: dieses würde eine Periodevon 60 Monathen senn, die zwischen der von 60 Tagenund jener von 6? Jahren das Mittel hielte. Wennman über den fast allgemeinen Gebrauch der Zahl 60nachdenkt; wenn man sichet, daß die Periode von 60Jahren zu Babylon bekannt war, und jederzeit in In-dien und China bey der Zeitrechnung angewender wor-den ist; wenn man ferner überlegt, daß die Periode vonz6oo Jahren ebenfalls zu Babylon bekannt war undbey den Indianern einqcführt wurde, wenn wir die vomJosephus erwähnte Periode von 6oo Jahren ansehen,deren Einführung, wie wir gezeigt haben, vor derSündfluth vorhergsgangen ist, und von welcher sich aufgleiche Weise das Andenken, ohne Gebrauch davon zumachen, in Chaldäa erhalten hatte; wenn man endlichbetrachtet, daß diese Völker, und zumal die Indianernichts oder doch sehr wenig erfunden haben: so muß mannokhwendig auf dis Gedanken gerathen, dmß alle dieseKenntnisse, welche die Eigenschaft der Zahl 60 mir ei-nem gewißem Charakter der Einförmigkeit bezeichnet, ih-ren Ursprung von einem einzigen und dem nämliche Vol-ke hat; es sind Kenntnisse, die in verschiednen dauerhaf-ten Denkmälern aufbcwahrt worden sind, und in wel-che sich nackqehsndö die Menschen gerheilet haben. Aneinem Drke hat die Unwissenheit nichts als das Anden-ken davon ausbewahrk: an einem anderen hak ein thakigecVerstand den Nutzen davon ausfündig zu machen ge-wußt. Allein, sollte man wohl aus diesen Gebrauchen,die allen Völkern in Asien gemein waren, schließen, daßin den entferntesten Zeiten unter allen diesen Völkern ein
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* De clis n.-rrali, c. iZ. Xlemoi'res äe l'^osclemie äer-Inkrlpr. 1. XXII. pa». tz2>