78 Von der Sternkunde vor der Sündfluth.
Weiter unten werden wir uns überzeugen können,daß die Sternkunde dieser ersten Zeiten, die gemeinschaft-liche Quelle war, woraus die Völker nach der Sündfluthgeschöpft haben, oder vielmehr, woher die meisten Kennt-nisse derselben ihren wahren Ursprung hatten. Wennman alle vier Jahr einen Tag einschalreke, so mußte die-ses am Ende von 600 Jahren Tage betragen; daaber deren nur 146 seyn sollten: so hat eö das Ansehen,daß man alle i;o Jahr einen Schalttag, oder, wel-ches einerley ist, ein Schaltjahr unterdrückte, wie wirheutiges T^ageö alle loo Jahr zu thun pflegen. Die.se >)0 Jahre wurden eine Art von Periode, wovon wiranderwärts einige Spuhren antreffen werden.
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Wir vermukhen, daß die bekannte Eigenschaft derZahl 60, welche durch viele Zahlen kann gekheilet wer-den, und welche folglich zur Rechnungsehr bequem ist,die Quelle von unendlich vielen Gebrauchen und Perio-den gewesen ist. Da diese Gebrauche so allgemeinwaren, so sind wir geneigt, zu glauben, daß sie eineneinzigen Ursprung haben. Die Alten wendeten dieseThcilungSart auf alles an; sie brauchten dieselbe bei-den: Halbmesser des Zirkels, und bey dem Zirkel selbst,welcher anfangs 60, und in der Folge z6o Grade hat-te. Man theilte den Tag, und nach und nach alle sei-ne Unterabthsilungen in 60 Theile. Man führte beymSteigern der Grösen die nämliche Progreßion ein, derman beym Zerfallen gefolgt war; und so wie ein Tagals ein Zeitraum von 60 Stunden, eine Stunde als einZeitraum von 60 Minuten konnte betrachtet werden: somachte man die Periode von 60 Tagen, deren sich dieTartaren und Chineser bedieneten; eben so entstand diePeriode von 60 Jahren, deren Gebrauch in Asien all»gemein gewesen ist. Das Lustrum der Römer könnte