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1 (1777)
Entstehung
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76 Von der Sternkunde vor der Sündflnth.

Anfangs führten die Menschen lange Zeit ein herum-schweifendcs Hirkenleben; und auf ihren Streifcreyenwurde, da sie sich oft ganze Nachte zu durchwachen ge-nöthigt sahen, der Grund zu den astronomischen Kennt-nissen durch ihre Beobachtungen, die zwar vielleicht plumpund schlecht waren, gelegt. Vor der alphabetischenSchreibart bedienten sie sich, um die Begebenheiten, de-ren Andenken sie erhalten wollten, der HieroglyphenÄhre Schreibetafeln waren Steine, in welche sie dieNachrichten von ihren astronomischen Bemerkungen ein-gruhen und diese sofort an dem Orte, wo sie dergleichenBeobachtungen angestellt hatten, liegen ließen. Wennnun etwa das nämliche Volk oder dessen Nachkömmlin-ge entweder durch den Zufall, oder durch die vergrößerteMenge ihrer Bedürfnisse an den vorigen Ort zurück ge-führet wurden: so wurden die altern eingegrabenen Be-obachtungen mit den neuern verglichen: und auf solcheArt konnten herumschweifende Völker zu astronomischenKenntnissen, die zwar von der Kenntniß des Meridiansunabhängig, aber doch ziemlich richtig, waren, gelangen.

Inzwischen wurden die Menschen gesitteter; manbauete Städte; die Kunst, das Eisen und Kupfer zubearbeiten, wurde entdeckt; man erfand einige Werk-zeuge der Tonkunst: * und auf die Wissenschaften wurdeohnfehlbar der nämliche Fleiß verwendet. Man kannohne Bedenken annehmen, daß man damals zur Stern-kunde ebenfalls Werkzeuge erfunden hat: denn es läßtsich aus andern angeführten ziemlich auögebreiteten astro-nomischen Kenntnissen dieses Volks schließen, daß sieden Gnomon und die aus kupfernen Zirkeln zusammen-gesetzte Sphäre, von der wir im vorhergehenden Ab-schnitte redeten, schon erfunden hatten. Und so erhellet,

warum

' i B. Mos. 4. v. 17, 21, 22.