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1 (1777)
Entstehung
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72 Von der Sternkunde vor der Sülidfluth.

nung von der Erde fiel. * War nun diese Periode, wor-an wir nicht im Geringsten zweifeln, schon vor derSünd-fluth bekannt: so erhellet hinreichend, daß die Menschenauch damals schon Astronomen gewesen seyn müssen.Damit wir aber den Chaldäern die Ehre der Erfindungdieser Periode, die ihnen doch von vielen Geschichtschrei-bern zugeeignet wird, nicht auf eine ungerechte Art zuentziehen scheinen: so müssen wir nur noch dieß hinzu-setzen, daß dieses Volk, in so ferne es uns bekannt ist,niemals die Ungleichförmigkeit des Mondlauss, noch dasFortrückender Knoten gekannt, vielweniger die Ursa-chen gewußt hat, aufwelche sich ihre Verfahrungsart, dieFinsternisse voraus zu bestimmen, gründete: man ver-fuhr hierinne bloß nach den Vorschriften eines weit alternVolks, ohne zu wissen warum; ja man konnte sogar aus-ser den Finsternissen, dis allemal nach Verlauf gemelde-ter Periode erfolgten, gar keine andere bestimmen.

Gedachte Periode hat aber diese Unbequemlichkeit,daß der Neu und Vollmond nach derselben nicht allezeitauf einen und eben denselben Tag des SonnenjähreS vonz6^ fallt. Wenn der Neumond am ersten Tage desMonaths gefallen war: so fiel er nach rrg Mondenmo-nathen am eilften Tage des nämlichen Monaths; undgleichwohl war eine Periode, welche die Neumonde aufden nämlichen Tag des Sonnenjahres brachte, in dendamaligen Zeiten, wo die Neumonde die Epochen derFeste waren, überaus nützlich. Es war nicht schwerwahrzunehmen, daß, 'da sich die Neumonden allemalnach angeführten rrz Mondenmonarhen ohngefehr umeilf Tage verspäteten, sie sich um ein ganzes Sonnenjahrverspäten würden, wenn man noch zu diesen eilf Tagenein ganzesMondenjahr von; 54 Tagenhinzuseßte. Dennauf solche Art mußten allemal nach neunzehn Jahren die. Neu-

* 2. B- r. Absch. §. rz.