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1 (1777)
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71
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Von der Sternkunde vor der Sündfluth. 71

§' 4 «

Die ersten Spuhren astronomischer Kenntnisse sin-det man in den Bestimmungen der Zeit: und hierinnefand man auch den ersten einleuchtenden Nutzen dieserWissenschaft. Anfangs zahlte man, wie bereits gesagtworden ist, lauter einzelne Tage, dann Mondenmona-thr; und man kann auf solche Art gewiß versichert seyn,daß beyde Arten die Zeit zu zählen schon vor der großenFluch üblich waren. Denn sie haben einen wesentlichenNutzen, und sind der Grund zu allen übrigen Zeitrech-nungen. Aus einer Stelle des Sttidao * erstehet man,daß damals ein Mondenjahr von Tagen und achtStunden existirthat; und so lehret auch Moses** in sei-nem ersten Buche, daß man das Jahr zu seiner Zeit inzwölf Monathe lind dreyßig Tage theilele. Man fin-det aber überhaupt, daß verschiedene Nationen oft aufeinmal zweyerley Jahre zahlten. Denn das Mondenjahrwar fast bey allen Völkern, als eine allgemeine und nachRegelnder Sternkunde eingeführte Zeitrechnung, im Ge-brauch; des Sonnenjahres hingegen pflegten sich bloß die,welche dem Feldbaue und der Viehzucht oblagen, zubedienen.

§. 5-

Oben haben wir schon erinnert, daß man aus denBeobachtungen des Mondlaufs und aus der Zeit, nachwelcher sich die Mondfinsternisse an einem und eben dem-selben Orte des Himmels ereigneten, eine besondere Pe-riode, welche von ihren Erfindern die chaldaische hieß,bestimmte: ich meyne die Periode von Z25 Mondenmo-nathen, nach deren Verlauf der Neumond allemal nahebey dem Knoten, oder nahe bey seiner größten Entfer-E 4 nung

- Ullk. äe Iz Lkins. 1. I p. k>kr. 6e»-

rr7. Klem, äe 1'^csä. ües 8cieucer. 1773-** 2trn Band, i. Absch. §. 12.

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