Von den ältesten astron. Entdeckungen. 65
nisse, die sich nicht nur an einem und eben demselben Ortedes Himmels, sondern auch in cinerley Tagen des Jah-res ereignet hatten, und überdieß beyde total gewe-sen waren: und diese Periode hielte man für den bestimm-ten Zeitraum, nach dessen Verlauf die nämlichen Finster-niß allemal wieder erscheinen mußte. Bey den Sonnen-finsternissen hingegen war die Bestimmung einer ahnst-chen Periode überaus schwer: denn man bemerkte nie.malS, daß sich diese nach irgend einer festgesetzten Zeitauf eine ähnliche Art ereigneten. Hieran war aber dieüberaus geringe Sonnenparallaxe schuld, von welcherman freylich erst in den neuern Zeiten richtigere Begrif-fe erhalten hat. Und diese damalige Unbestimmtheit ge-dachter Zwischenzeiten der Sonnenfinsternisse war auchdie Ursache, warum die Alten weniger auf die Sonnen-finsternisse als Mondfinsternisse Acht hatten. Denn manfindet unter allen Beobachtungen der Chaldäer, die unspcolon'.äus mitgetheilet hak, nur eine einzige von ei-ner Sonnenfinsterniß: man glaubte dergleichen Beobach-tungen waren unnütz, weil dergleichen Erscheinungendoch nicht periodisch, soudern ganz zufällig auf eine un-regelmäßige Art, deren Grund man nicht einsehen konn-te, entstünden.
§. 2z.
Dann richtete man auch die Aufmerksamkeit nachden übrigen Planeten: man sah, daß sie sich vermögeihrer eigenthümlichen Bewegung, bald aus Abend ge-gen Morgen bewegten, alsdann etliche Tage bey einemund eben demselben Fixsterne stille zu stehen schienen,hierauf wieder ein wenig rückwärts gegen Abend zu lie-fen, bald wieder gegen Morgen fortrückten, und aufsolä)e Art endlich doch ihren ganzen Laufallemal in einer be-stimmten Zeit durch den ganzen Thierkreis aus Abendgegen Morgen vollendeten; und diese periodische Zeit be-
E stimmte