64 Von den ältesten astron. Entdeckungen.
Hierauf ließ man sich gedachte Ungleichförmigkeitdes Mondlaufs genauer zu bestimmen angelegen seyn:nämlich, man gab sorgfältig Achtung, wie viel Zeitzwischen der geringsten Abweichung von dem gleichförmi-gen Laufe des Monds bis zu der größten, und so umge-kehrt, vorbeystrich: und auf solche Art wurde die Pe-riode der Ungleichförmigkeit des MondlaufZ bestimmt.
Man bemerkte ferner, daß sich die Finsterniste kei-neSweges stets an einem und eben demselben Orte desHimmels ereigneten; und da man überzeugt war, daßsie doch allemal alsdann erst möglich waren, wann sichder Vollmond oder Neumond entweder in dem Knotenselbst oder wenigstens nahe dabey befand: so schloß manganz natürlich, daß sich der Knoten selbst nach gewissenGesehen fortbewegen müsse, und daß die Bewegung die-ses Punktes von der Bewegung des Mondes ganz un-abhängig war. Sie untersuchten daher auch, wie vielZeit z» einem ganzen Umlauf des Knotens durch denThierkreis erfordert wurde; und man nennete diesen Zeit-^ raum die periodische Revolution der Mondsbreite.
Eine lange Reihe von Beobachtungen gab ihnenüberdieß noch verschiedene andere große Perioden derBewegung des Monds in Rücksicht auf die Bewegungder Knoten seiner Bahn, wie auch auf die Bewegungder Sonne selbst, an die Hand:* und hieraus erhellet,daß die Alten den Lauf des Monds unter allen übrigenPlaneten am fleißigsten und sorgfältigsten beobachtet ha-ben. Aber die Abweichungen desselben sind zu groß undzuvielfaltig, als daß sie darinne zu einiger Gewißheitgelangen konnten.
§- rr.
Unter bereits gedachten Perioden des Mondlaufsfand sich auch eine, welche die Zeit zwoer Mondfinster.
niste,
* 2ten B- 4- Absch. §. 26.