Von den ältesten astron. Entdeckungen. 6z
kreuzte; der Winkel dieser Neigung betrug etwas überfünf Grad: und diese besondern Eigenschaften gedachterKreise oder ihre Lagen gegen einander entdeckte man allevermittelst oben erwähnter Kreissphäre.
§- ro.
Nachdem man wahrgenommen hatte, daß die Fin-sternisse natürliche Begebenheiten, waren, und nach demvorgeschriebcnen Laufe der Sonne und des Monds ofterfolgen mußten: so beobachtete man dergleichen Erschei-nungen sorgfältig; man bemerkte das Jahr und den Tag,an welchen sich dergleichen Begebenheiten ereigneten, wieauch, ob der südliche oder nördliche Theil der Sonneoder des Monds verfinstert war, oder ob das Licht ge-dachter Himmelskörper ganz verschwand: und aus die-sem Grunde versäumete man nicht bey jedem Neumon-de sowohl als Vollmonde sorgfältig aufden HimmelAch-tung zu geben: und auf selche Art erlangte man auchzugleich eine vollständigere Kcnntniß von der abwechseln-den Gestalt des Monds.
§- 2i.
Nun gelangten zwar besonders die morgenländischenVölker durch deren anhaltenden Fleiß, in Rücksicht aufdie Beobachtungen des Mondslaufs, zu einer ziemlichgenauen Kenntniß von der angefühten monatlichen Re-volution des Monds: denn man maß dessen Abstandvon der Sonne täglich; und ob sich gleich allerdings be-trächtliche Irrthümer in ihre Beobachtungen einschlei-chen mußten: so wurden diese doch durch die Verbesse-rungen , welche aus den stets fortgesetzten oder aufs neueeingestellten Beobachtungen stoffen, niemals beträchtlich:und man sah allerdings, daß die Zeit von einem Voll-monde bis zum andern nicht stets gleich groß war, wieauch daß die Zeit von einem Neumonde bis zu den nächstdarauf folgenden Vollmonde niemals die völlige Hälfteder Zeit seiner ganzen Revolution betrug.
Hier-