Von den ältesten astron. Entdeckungen^ 6i
auch zugleich um einen überaus geringe» Theil ausAbend gegen Morgen drehete: und diese ward das pri-mum mobile genennet.
H. ^
Die Kenntnis? »ird genarie Bestlmmtheit jener vierHauptpunkte der Ekliptik lehrte ferner, daß sich die Son-ne keinesweges zwischen jedem gleich lange verweilte; dasHeist: sie durchlief die Herden Quadranten der Ekliptikzwischen der Herbstnachtgleiche und Frühlingsnachtglei.che in kürzerer Zeit als die übrigen zween Quadrantendes Frühlings und Sommers: also wurde dem Vaterder Natur und Herrn des Himmels ein ungleichförmigerLauf zugeeignot. Uebrigenö scheint es nicht, als wenninan sich damals um die Erklärung gedachter Ungleich-heit bekümmert habe: denn sonst hatte man etwa wie-der einige Einwendungen gegen die größte Vollkommen-heit, wie vorher bey dem schraubenförmigen Laufe derSonne, finden mögen. Das nämliche beobachtete manauch an dem Monde: denn bey diesem sah man auch,daß er bald schnell und bald langsam lief.
Um auf die Finsternisse zu kommen: so verbreitetenvorzüglich die Sonnenfinsternisse anfangs Furcht undSchrecken über den Erdboden: und wie konnte dieses an-ders seyn? Wenn die Sonne, welcher man doch die Er-haltung der ganzen Natur zuschrieb, am Hellen Mittagenach und nach zu verlöschen schien: so kam man ganznatürlich auf den Gedanken von einer allgemeinen Zer-störung der Welt; und man mußte viel solche Erschei-nungen gesehen haben, che man sie ohne eine furchtsameErwartung großer Veränderungen aller Geschöpfe be-trachtete, und sie als natürliche Begebenheiten ansah.
Die Chaldäer bemüheten sich zuerst, die Ursachender Finsternisse zu entdecken: und dieß war ohnstreitigbey den Sonnenfinsternissen leichter als bey den Finster-nissen des Monds. Denn man sah, daß der noch Helle
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