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1 (1777)
Entstehung
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35
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Von der Erfindung der Sternkunde. 35

nathe. Was die Sonne anbckrifft: so war es nochschwerer und es erforderte eine noch weit längere Zeit alsbso dem Mond, wenn man von der festgesetzten Zeit ih-res scheinbaren Laufs, von Abend gegen Morgen, gehö-rig urtheilen und sie als ein bestimmtes Zeitmaaß ein.führen wollte. Ja, wenn man endlich bedenkt, wie vieldas größte Genie selbst, um sich eine Himmelskngel vor-zustelien und sie zu verfertigen, vorausgesetzte Beobach-tungen und ansgebreitete Kenntnisse crfodert: so wirdman leichte zugeben, daß die ersten Gründe der Stern-kunde lange vor der Zeit des Aclao gelegt, und viel-leicht durch die große Fluth oder durch andere Zufallemehr als einmal wieder weggeschwemmt worden sind.

§- l2-

Wenn man den Zustand der Sternkunde bey denChaldäern, Indianern und Chinesern aufmerksam un-tersucht: so findet man anstatt einiger Anfangsgründevielmehr lauter herumlicgende Trümmer dieser Wissen-schaft. Diese sind erstlich die genauen Verfahrungöar-ten, nach welchen sie, ohne irgend einen Grund anzuge-ben, die Finsternisse berechneten; zweytenS: einige über-aus wichtige und akkurate Bestimmungen verschiedenerastronomischer Grundsätze, da man doch von andereneben so nöthigen Kenntnissen entweder gar nichts oder we-nigstens sehr rohe und plumpe Ideen findet; drittens:eine Menge übrig gebliebener Beobachtungen, welcheebenfalls theils sehr akkurat und theilü ohne alle Gedan-ken ausgezeichnet zu seyn scheinen. Hieraus erhellet mei-nes Erachtens hinreichend, daß diese Völker selbst ent-weder wenig oder nichts zum Behuf der Sternkunde er-funden haben: denn bey ihnen wurden dergleichen Gei-siesfahigkeitcn schon durch andere bürgerliche Geschäfteund selbst durch den Aberglauben, welcher sich mit deraltern Sternkunde unter dem Namen der Astrologie inihr ReligionSsystem eingeschlichen hatte, unterdrückt. Da-C r her