Z4 Von der Erfindung der Sternkunde,
mehr als 2924 Jahre vor Christi Geburt giebt:* alsoweicht diese Zeit bloß um r8 Jahr von dem oben be.stimmten Alterthum des Fohr ab.
Man begreift übrigens zwar leichte, daß die Tarta-ren als Nachbarn der Chineser mit diesen nach einerlei)Zeittheilen gerechnet haben werden: aber sie würden dochohne Zweifel nicht nach sechzigjährigen Perioden gezahlthaben, wann sie gar keine astronomischen Kenntnisse be-sessen hätten.
§. n.
Wenn wir nun diese Zeitrechnungen bereits ange-führter Völker init einander vergleichen: so laßt sich dasAlter der Sternkunde füglich auf zcc>o vor ChristiGeburt hinaus sehen. Aber es ist wohl zu merken, daßman diesen Zeitpunkt keineswegeö dem wahren Ursprün-ge der Sternkunde, sondern bloß ihrer Wiederherstel-lung, zueignen muß. Denn da Fohl best den Chinesen,schon um diese Zeit die Gestalt und die Bewegung derhimmlischen Körper kannte; da der noch altere UranusKey den Atlantiern eine schickliche Zeitrechnung nach Jah-ren und Monathen einführte; und da Atlas um selbigeZeit schon eine Himmelssphare verfertigen konnte: so wa-ren diese Männer keineSweges die Erfinder gedachterWissenschaft; denn solche Arbeiten konnten nicht eher alsnach einer langen Reihe von Bemerkungen, zu welcheneines Menschen Alter bei) weitem nicht hinreichend ist,unternommen, und mit so gutem Erfolge ausgcführtwerden. Anfangs mußten die Menschen eine lange Auf-merksamkeit auf den kauf des Monds richten, ehe sieschließen konnten, daß die Zeit von einem Vollmondebis zum andern allezeit gleich groß, oder wenigstens nichtmerklich verschieden sey: daher zählten sie ohnfehlbar lan-ge Zeit bloß Tage; und dann endlich erst Mondenmo-
nathe
* 2. D. Z- Absch. tz. 24.