Z2 Von der Erfindung der Sternkunde.
maus an*, daß die Plejaden damals allezeit beym Un-tergänge der Sonne gerade am Morgen Horizonte er-schienen, wenn die Herbstnachtgleiche noch sieben Tageenrftrnt war: also mußte dieses Gestirn damals von demDurchschnittöpunkte des AequtorS, welcher dis Früh-lingsnachtgleiche bestimmt, vhngefehr um zehen Gradwestlich abstehen. Rechnet man nun: so findet man fürdie Zeit, in welcher dieses geschehen mußte, Z200 Jahrvor Christi Geburt.
§. io.
Was die Chineser anbekrifft: so haben sie uns dieBeobachtung einer großen Sonnenfinsternis, welche lin-ker der Regierung ihres Tchoug- Bang entstand, auf-behalken: und diese fallt, nach der Berechnung des chi.nefischen Apostels, Pater Gaubil, auf die Herbst-nachkgleiche des Jahres 2155 vor Christi Geburt."*Man findet überdieß auch in ihren Jahrbüchern die sel-tene Begebenheit ausgezeichnet, daß sich um das Jahr2soo vor Christi Geburt, fünf Planeten an einemOrte des Himmels versammlet haben; und daß diesesan dem Tage eines Neumonds geschehen sey. Manzweifelte anfangs an der Zuverlässigkeit dieser Nachricht:denn sie schien den Berechnungen des Dominicus Cas-sini zu widersprechen.*'"* Allein Birch, dieser großeberlinische Astronome hat gedachte Nachricht außer allenZweifel gesehk, und das 2449^ Jahr vor Christi Ge-burt für diese große Planetenzusammenkunft gefunden.
Man weiß ferner, daß Al > Chi, welcher am Ho-fe des -Aoang-Ci, das Heist, um das Jahr 2697 vorChristi Geburt lebte, den Polarstern beobachtet und eine
bcson.
* VrsnnIoA. p. 99-
* * Hott«». Reeueil ü' oblervationZ lsires aux Inäes er äIs Oblne. I'. II. p. 140.
Iclemoüei cle I'^csäem. äes 8cienne8. 1'. VIII.