Von der Erfindung der Sternkunde. 27
Chronologie ergiebt sich das Alter der Welt gleich 6ir8;nach dem Diogenes Laertius, gleich 6i;8; nachdem Diodorus Siculus gleich 6281; »ach denZeitrechnungen der Babylonier, gleich 6« 58; nachMaaßgabe der Indianer,gleich 6204 Jahre: diese letz,tere Zahl ist nach jenen von Herrn le Gencil bestimm,ten Jahren der Indianer, berechnet worden; nach ara.bischen Urknnden hingegen erhält man an deren Statt6174 Jahre: die chinesischen Traditionen geben eben-falls 6 lso oder 61; 7 Sonnenjahre für das bekannte Al-ter der Welt. *
Diese Uebereinstimmung ist allerdings sonderbar undwichtig. Denn man sichet hieraus, daß nicht nur alleVölker gedachte zwo Hauptspochen, die Schöpfung unddie große Fluth, zum Grunde ihrer Zeitrechnung gesetzt,sondern auch die Zeit solcher Begebenheiten durch diebloße Tratition hinreichend genau und übereinstimmendauf die Nachkommen gebracht halben. In der Folgewurden die Tratitionen allezeit zum Grunde der Geschich-te eines Volks gelegt. Und ob man gleich deswegenvon dem wahren Alter der Welt noch nicht urkheilen kann:so laßt sich doch der bereits bestimmte Zeitpunkt als einallgemeiner Anfang der Geschichte annchmen.
§. 7.
Aus bereits angeführten Gründen könnte man alsodie Erfindung jener Himmelskugel des Atlas oder über-haupt das Alter der Sternkunde auf z88o Jahre be-stimmen : allein wir wollen uns lieber an die ersten wirk-lich ausgezeichneten Beobachtungen halten, und darausdas wahre Alker gedachter Wissenschaft herleiten. Näm-lich: man weiß zwar, daß die mchrrsten Beobachtun-gen der Aegypticr verloren gegangen sind: aber man sin.det doch noch eine einzige derselben in den Tagebüchern
des
5 Band. 2. Buch i. §. 14. 16. 17.