26 Von der Erfindung der Sternkunde.
sam als Religionswahrheiten ihren Nachkommen münd-lich einzuprägen pflegten, die Zeitrechnung vom Anfän-ge der Welt bis auf eine allgemeine oder fehr großeÜberschwemmung sehr übereinstimmend: und eben dießbemerkt man auch, wenn man die Berechnung verschie-dener Völker von dem Jahre der Sündfluth bis aufspa-tere Zeiten mit einander vergleicht. Um dieses mit meh-rerm zu erläutern habe ich im ersten Buche des zweetenBandes dieser Geschichte, eine Tafel solcher verschiede-nen Rechnungen beygefügt: aber itzt wollen wir nur etwasweniges davon gedenken.
Nach der hebräischen Urkunde des ersten BuchsMssis betragt die Dauer jener finstern und fabelhaftenZeit von dein ersten Menschen bis aus die Sündfluth1656 Sonneniahre: nach der Septuaginte hingegenverwandelt sich diese Zahl in 2242 oder 2256. LetztereBerechnung ist durch sehr einfache aber wichtige Grün-de bestätigt worden: denn vors erste stimmt die Berech-nung der Babylonier damit überein, indem sie für dieLänge des gedachten Zeitraums, 22 Z2 Mondenjahre,jedes zu ;;g. Tage gerechnet, herausbringen; zweykenSbeweist dieses auch der Zeitraum, in welchem die Sonnevor der gedachten großen Fluch über Aegypten herrschte;denn dieser soll zoc>oo Jahre, welches ohne ZweifelMondsrevolutionen, das Heist Mondenmonathe sind, be-tragen; reducirt man diese gehörig: so kommen 2245Sonnenjahre heraus: drittens erhellet die Zuverläßig-keit unserS Satzes endlich auch aus den vier Zeitalternder chinesischen Geschichte: denn das erH derselben laßtslch ohngesehrauf2za6 oder 2)65 Sonnenjahre schaßen."
Gehet man nun mit dergleichen Bestimmungen wei-ter nach unserm Zeitalter zu: so findet man beynahe dienämliche Gleichförmigkeit. Nach der alten ägyptischen
Chro.
* Zwecken Bandes erstes Buch. §. ir. 12. iz.