Eigenschaft gleicht er also in seiner Wirkung denjeni-gen Zusagen, welche man den Speisen, um sie wohl-schmeckend und zur Verdauung geschickter zu machen,bcyzumischen pflegt, indem er durch seine reizenden Bc-standtheile die Kräfte des Körpers überhaupt und diedes Magens und der übrigen Nerdauungsvrgane ins-besondere, nm diesen Zweck zu erfüllen, zur verstärktenThätigkcit anregt, und durch seine wäßrigen Bcstand-rheilc zugleich das Vehikel bcrgiebt, wodurch die zurVerdauung nvthwcndigcn Safte, als Speichel, Ma-gensaft, Galle, der Saft der Bauchspeicheldrüse rc. umso mehr zur Zersetzung und Trennung der Speisen inihre Grundbestandtheilc auf chemisch - dynamische Weiseeinwirkcn können. Es versteht sich, daß ein Wein,welchen man zu diesem Bchufe anwcndcn will, jeneangegebenen Eigenschaften in einem gewissen Verhält-nisse besitzen müsse, damit er durch eine zu großeReichhaltigkeit an Geist nicht überreize, auch nichtdurch einen starken Antheil frcyer Säure, oder gar iuzu großer Menge genossen, störend auf die Verdauungeinwirte, indem sonst weder die Kräfte noch dje abgeschie-denen zersetzenden Stoffe der zu jener bestimmten Ein-geweide hinrcichcn würden , die Decompvsitivn derSpeisen zu bewirken, folglich eine bedeutende Störungjm Verdauungsgeschäft nothwcndig erfolgen müsse. Eingesunder Mensch verdaut gut, bedarf daher zwar desWeines als Nerdauungsmittcl gar nicht, allein es istauch nicht zu läugnen, und durch tausendfältige Er-fahrung bestätigt, daß der Wein in geringer Mengebcym Essen genossen, den Verdauungsproceß nicht störe,sondern vielmehr auf eine ähnliche Art wie andere ein-fachen Zusätze, welche die gemeine Kochkunst den Spei-
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Der Moselwein als Getränk und Heilmittel : nebst einem Anhange über den Weinhandel an der Mosel
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