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Der Moselwein als Getränk und Heilmittel : nebst einem Anhange über den Weinhandel an der Mosel
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dem Maaße, daß er noch nicht einmal den gelindestenGrad des Rausches hcrvorbriugt, so wirkt er auf einebelebende Art ans alle Nerven, besonders ans die desGeruchs und Geschmacks und Magens, welchen erseine Kraft zuerst und unmittelbar mitthcilt. Daherseine schnell erfrischende Kraft bcy Erschöpfung, Ohn-macht, das angenehm erwärmende Gefühl im Magen.Von ihnen theilt sich nun diese Wirkung dem Gehirneund übrigen Nerven mit, und erweckt Munterkeit, Kraftund leicht vermehrte Verrichtungen aller Körper undScelenfunctioncn, und ladet gewöhnlich zu mehrcremGenüsse freundlich ein, indem er das Lebensgefühl er-höht, und das gesellige Vergnügen befördert. Imheißen Sommer kühlt er, indem er durch Stärkung dieaus der Abspannung entsprungene Hitze bändigt; i,nWinter erwärmt er direct durch Betätigung des Kreiß-laufcs und der Ncrvenkraft. Trinkt der Mensch mehr,so tritt er in die verschiedenen Stadien des Rauschesein. So wie jenem eine auf den verschiedensten Stu-fen seiner Bildung im Allgemeinen ein großer Hang zuden verschiedensten, selbst schädlichen Genüssen eigen ist,besitzt er auch eine vorzüglich starke Disposition, sichdurch geistige Getränke in eine angenehm craltircndeGcmüthsstimmung zu versetzen, in deren Erfindung erdenn auch leider ziemlich weit gekommen ist. Er berei-tet sie aus den verschiedensten zur geistigen Währungfähigen Stoffen, aus Früchten und Obst, die Tatarensogar aus Stutenmilch. Oft werden zu diesem Ent-zwecke narkotische Substanzen genommen: vom Türkendas Opium, und die Jakuten und' Jukahiren versetzensich durch den Genuß des giftigen Kliegcnschwammcsin den lustigsten Rausch, den sic durch das Trinken