Druckschrift 
Der Moselwein als Getränk und Heilmittel : nebst einem Anhange über den Weinhandel an der Mosel
Entstehung
Seite
36
Einzelbild herunterladen
 

36

befasst sich blos mit den Vorzügen jedes Ortes im All-gemeinen, denn nach dem Boden, der Lage, dem Anbaueinzelner in den genannten Bergen gelegener Districte,sind dicst oft außerordentlich untereinander verschieden,so daß man manche der in den lebten Classen begriffe-nen Weine den besten der ersten Classe sehr wohl zurSeite stellen, hinwiederum die in den schlechtesten La-gen der letzter» gewachsenen oft nicht mit mittelmäßigender zweytcn, und sogar der dritten vergleichen darf.

So wachsen Weine in Trarbach, die manchem Zeltin-ger vorzuziehcn sind, hingegen dürfen sich viele Zeltin-ger Weine mit den besten ans dem Brauncnberg nndbey Pisport gewonnenen kccklich messen. Der Oligs-berg (Oelberg) bey Wiutcrich bringt einen Wein her-vor, der zu den geschätztesten der ganzen Mosel gehört,ist jedoch wie mehrere andere Lagen zu klein, um eineeigene Zlaffe zu bilden.

Wie gar sehr es aber hierbey auf die Anlage unddie Behandlung der Weinberge ankomme, beweisen amdeutlichsten die Weinberge mehrerer Gutsbesitzer, derenverdienstvolle und solgerejchen Bemühungen um d e Ver-edlung des Moselweines so groß sind, daß wir nichtumhin können, hier als am schicklichen Orte mehrereals Muster aufzuführen.

Herr Louis Bücking iu Trarbach, der aus Liebezum Weinbau schon 40 Jahre h »durch mit unermüd- 'lichem Studium und seltenem. Fleiße denselben betreibt,und dem die Culrur der Rebe an der Mosel schon somanche Bereicherung an vielen wichtigen Vortheilen zudanken hat, veredelte hierdurch seine Weinberge an ver-schiedenen Orten jeder Classe, namentlich in Winterich,auf dem Branncnbrrge, wo er allein den reinen Rreß-