ist er oft mehr weich (im Gegensatz von fest) und wirdfrüh hochfarbig.
Die Weine der benachbarten Orte Min heim undThron gehören in dieselbe Ordnung. Sie erreichenbeyde die Süßigkeit der Wintericher, und sehr vielevon ihnen sind fein gegährt; doch ist der von Min-hcim etwas leichter und besitzt weniger Gähre, derThroner als der leichteste schmeckt hingegen etwas sanf-ter und ferter.
2. Uerzig, Erden und Lösen ich. Ihre meistmit Kleinbcrgrcben bepflanzten Weinberge, welche aufdem linken Ufer der Mosel liegen, sind alle auf rothemEifeler Boden angelegt, der sich dort aus der Eifel bisan das Flußufer herauszieht, und den hier gezogenenWeinen einen Erdgeschmack in stärkerem oder geringeremMaaße mfttheilt, den sie immer, jedoch die von Lvseiiichweniger als die Uerzigcr haben und behalten, und wel-cher zuletzt oft mit einer unangenehmen Bitterkeit ver-paart wird. — Diese Weine werden alle gerne, hochfar-big, mehr noch wie die von Winterich und Thron.
Den besten Wein von Uerzig liefert die Kran-kcnley.
3. Traben, auf derselben Seite der Mosel gele-gen , erzieht meist aus Rießlingreben, wohl aus dreyVierthcilen derselben, einen sehr haltbaren Wein vonhellgrüner Farbe, rein und ohne Grundgeschmack, derzwar eine weniger ausgezeichnete Gähre wie die ande-rer Weine dieser Classe erhält, allein mit dem großenVortheil seiner Haltbarkeit auch noch den vereint, daßer ganz früh gut und brauchbar wird.
ll. Der Wein von Bernkaftell, der, wenn ernicht aus den im Graacher Bezirk liegenden Weingü-