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starre Architekturform ist: (z. B. Eckverzierung der Fenster)wird von Neumann in malerischem Sinne ausgearbeitet (zumKnopf der herabhängenden Drapierung). Die von D. noch manch-mal als Zier- und Füllwerk verwendete Akanthusranke wirdin dieser Form von Neumann aufgegeben. Am meisten fällt dieStilähnlichkeit beim Neumann’schen Seminarbau für Bambergauf, bei welchem sie sieh am besten durch die Beiziehung ein-heimischer, in Dientzenhofer’s Formen geschulter Steinmetz-meister erklärt.
Der Grundriss des Goncordiagebäudessetzt sich aus zwei im rechten Winkel aneinander stossendenFlügeln zusammen. Der rückwärtige Teil (Taf. 25) öffnet sichim ersten Stock nach einer balustradenumsäumten Terrasse.Reicher plastischer Schmuck (zum Teil jetzt verschwunden)diente zur Belebung der Höfe. Die innere Einteilung (jetztmodernen Zwecken angepasst) zeigt eine wenig praktischeEinrichtung; rechts vom Eingang führt eine breite Treppenan-lage mit doppeltem Stiegenlauf zum Obergeschoss, dessenPlafonds Stuckverzierung zeigten. —
Schwieriger als bei der Concordia gestaltet sich Datierungund Zuweisung an einen bestimmten Meister beim Prell-haus (alte Judengasse 14) (Tafel 26). Worauf sichdie Marschalk-Horn’sche Annahme von der gleichzeitigen Ent-stehung beider Gebäude gründet, ist nicht zu ersehen. So kannzur Gewinnung einer kunsthistorischen Einordnung des Baueszunächst nur das unsichere Mittel der Stilvergleichung in Be-tracht kommen.
Man ist von vornherein zu der Annahme geneigt, dass sichder gleiche Bauherr — der Hofrat J. J. Böttinger — auch desgleichen Baumeisters bedient habe. Hierfür sprechen nun inder That auch einige stilistische Eigentümlichkeiten in dendekorativen Details, die den beiden Gebäuden gemeinsam sind,z. B. das unvermittelte Herauswachsen der Ranke aus archi-tektonischen Teilen, oder die Durchbildung der Kartusche' desFenstersturzes und die vollkommene Uebereinstimmung des Por-talschlusssteines. 1 Auch die Form der Fenstergewände im Prell-
1 Bei der Concordia an der vertieften Hofseite.