kleine Unstimmigkeiten, wie sie durch die Unregelmässigkeitdes Grundrisses her vorgerufen sind, hinwegzutäuschen.
Weniger gelungen, vom Standpunkt der Inneneinteilungbetrachtet, erscheint die zweite Lösung, bei der die Längs-richtung des Hauptflügels zugleich die Axenrichtung der Ka-pelle gibt; hierdurch entstehen am anderen Flügel unschönespitzwinkelige Räume.
Die Details der Entwürfe lassen erkennen, dass Joh. Dien-tzenhofer als geschickter Zeichner mit den schwierigsten Archi-tekturformen umzugehen wusste. In ihrer Leichtigkeit undBeweglichkeit gemahnen sie an die elegante FormenspracheBalthasar Neumanns. Woran ihre Ausführung scheiterte, istnicht bekannt, vielleicht waren die Projekte dem Propst zukostspielig, vielleicht auch ist Dientzenhofer noch vor Ab-
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Abb. 27. Propstei Holzkirchen (Grundriss B. Neumanns).
Schluss der Verhandlungen gestorben; wir erfahren nur, dassan ihrer statt zu Ende der zwanziger Jahre ein Entwurf Bal-thasar Neumanns zur Ausführung kam. Dies ergibt sich ausdem erhaltenen Originalgrundriss, 1 2 der seine Unterschrift trägt.(Abb. 27.)
Die Anlage ist bedeutend vereinfacht; an den bestehendenalten Bau schliesst sich, dem Wasserlauf folgend, ein schmuck-loser Flügel an, dessen Abschluss eine achteckige Kapelle bil-det. Dieser kleine — leider heutzutage in schlimmster Weiseprofanierte i — Zentralbau ist eine der edelsten und glück-
1 Würzburger Universitäts-Bibliotliek Del. II. 198.
2 Die Kapelle dient als Holzlege.