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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
Entstehung
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quets — d. i. in geometrischen Figuren geschnittene Baum-gruppen — die beiden äussern Teile einnahmen. Eine dritteBöschung senkte sich zum Boulingrin — einem mit Kugel-Kastanien bepflanzten Rundeil mit Mittelfontäne, das von Ta-xuswänden eingefasst war. Hatte man noch eine letzte Terrain-welle überschritten, so war man auf dem Niveau der beidenunteren, taxusbesetzten Fischweiher angelangt, deren trennenderMittelweg auf den abschliessenden, massiven Gartensalon hin-führte. — Dies war die Anlage, wie sie Kleiner's Stich von1728 zeigt. Bald nach dem Tode von Lothar Franz wurdenunter der Oberaufsicht Neumanns umfangreiche Veränder-ungen vorgenommen: durch Hinzufügung zweier Fasanerien(nach Plänen Justus Dientzenhofers) 1 gewann der Park anden beiden Längsseiten bedeutend an Ausdehnung.

Von dieser kunstreichen Gartenanlage besteht heutzutagenichts mehr; in Anlehnung an französische Vorbilder war sieentstanden, französische Rotten haben sie nach kaum 60jäh-rigem Bestehen wieder dem Erdboden gleich gemacht. Wirkönnen diesen Verlust verschmerzen, denn an ihrer Stelle isteine prächtige Parkanlage englischen Stils entstanden, wie sieim letzten Drittel des 18. Jahrhunderts ganz allgemein dieUnnatur französischer Gartenkunst zu verdrängen begann.

Es ist erklärlich, dass das Pommersfeldener Schloss alsdie erste Anlage grösseren Stils in Franken zur Zeit seinesEntstehens grosses Aufsehen erregte. Schon 1717 (19. Februar)wird der Amtmann beauftragt, «für passagier und frembde, sodas neue schloss besehen wollen», zu sorgen, galt es doch alsbesondere Sehenswürdigkeit, zu deren Besichtigung man so-gar von den benachbarten Höfen Ansbach, Würzburg etc. seineGäste herbeiführte. Im Juli 1730 hatte es den König FriedrichWilhelm I. von Preussen zu Gast, 2 der sich namentlich überdas Treppenhaus bewundernd aussprach. Bekannt ist das -we-niger günstige Urteil, welches die Markgräfin Friederike Sophie

: s. Schreiben von 1729 30. Nov., welchem ein kleiner Riss beiliegt.

2 Weber-Heidenlieimer. Ein Besuch König Friedrich Wil-helm I. von Preussen und Friedrichs des Grossen bei den Jesuiten in Bam-berg (Bamberg).