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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
Entstehung
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fürstlichen Rentkammer. 1 Unter dem genannten Conventbausind wohl die Dechantei und die beiden nach Westen vorsprin-genden Flügel des heutigen Priesterseminars zu verstehen; denndie Hauptmasse des Convents war bereits unter dem FürstabtJoachim von Grafeneck (1668) errichtet worden (s. SchneiderS. 33).

Es sind im allgemeinen die seit dem Waldsassener Kloster-bau üblichen Formen, die bei Gliederung der einfachen, imrechten Winkel zusammenstossenden Dechantei (1702—4) zurVerwendung kamen; nur in der architektonisch reicher ausge-statteten Giebelfront zeigt sich Dientzenhofers Bauweise vonihrer barocken Seite. — Das umfangreichste Profangebäude desMeisters in Fulda ist der Schloss bau (Abb. 21; Schmerber,Abb. 4), 2 dessen Kern in den Jahren 1707 (Marstall) —1713erbaut wurde, während die beiden vorderen niedrigen Flügel 3erst später zugefügt sind ; von der ehemaligen Anlage wurde, wiees scheint, nur der über Eck stehende Turm beibehalten.

Der Grundriss zeigt den geschlossenen Typus, der um dieseZeit, auf französischem Vorbild fussend, in den deutschen Archi-

1 Es sind ihm tfolgende gebäu und arbeith überhaupt verdingt».

60400 fl. Stieft & Convent7000 » Stuccatorarbeit5300 » Bekleidung der 2 Türme

4700 » Marstall

22300 » Schlossbau

3300 » Backhaus

950 » Neuenlioffer Brücke

400 » Brunnen am Marstall70 » Pfeiler a. d. Eisengrub75 » die alten Küchen abzulegen500 » Palustrata am fortern Schlosshof.

104995 fl.

Ausserdem wird genannt:

ein Dermbacher Bau (2000 fl.)

Es standen damals noch aus an grösseren Arbeiten: 1 Stockwerk am Con-vent aufzusetzen, die Stuckaturarbeit der Gruft; die Fertigstellung desKaisersaals (den neuen Saal stücken, Kleiben und Decken-, so viel Bau-meistern zu kommt) und der Altane vor demselben etc.

2 Der beigegebene Grundriss befindet sich auf der Würzburger Uni-versitätsbibliothek (Del. II, 95).

3 Die im südöstlichen Flügel befindlichen reizvollen Stuckdeckenzeigen bereits ausgesprochene Rokokoformen; ein kleines Stuckrelief mitder Nachbildung des Schlosses Adolfseck (gegen 1730 erbaut) verweistihre Entstehung in die 30er Jahre.