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selben stammen aus der Zeit, als der Nachfolger von LotharFranz, Friedrich Karl von Schönborn sich mit dem Gedankenan eine Erweiterung des Baues trug und deshalb in Verhand-lungen mit dem Domkapitel eintrat (1733). Der Urheber derEntwürfe ist, gemäss Unterschrift, der damals in Gunst stehendeIngenieurlieutenant und Baumeister : Joh. Jak. M i c h. K ü c h e 1;die Grundrisse selbst sind durch die verschiedene Aus-führung der einzelnen Trakte als Entwürfe zum Ausbau derbestehenden Anlage (nicht als einheitliche Gesammtkomposition)gekennzeichnet, und weichen von den oben erwähntenProbst’schen Plänen erheblich ab. Der am Eingänge der Karo-linengasse vorgesehene Portalbau fällt weg; dafür sollte dasjetzige Portal durch Hinzufügung von drei Achsen und den an-schliessenden westlichen Seitenflügel zum Mittelpunkt der ganzenAnlage ausgebildet werden. Aber trotz dieser Verschiedenheitdürften die beiden Pläne in ihrer Entstehung Zusammenhängenund nur Varianten desselben Erweiterungsprojektes darstellen;ich halte sie deshalb für die Entscheidung derFrage nach den ursprünglichen Dientzen-hofer’schen Ideen für unbrauchbar.
Diese Behauptung gründet sich auf die Thatsache, dass dieerneute genaue Durcharbeitung des umfangreichen Aklenma-terials nicht nur keinerlei positive Anhaltspunkte für die all-gemeine Annahme einer von Anfang an symmetrisch geplantenAnlage ergeben hat, sondern dass im Gegenteil das aus denAkten zu Tage tretende allmähliche Planen, und die wieder-holten Abänderungen genehmigter Risse und auch schon aus-geführter Teile den Gedanken an eine ursprünglich einheitlicheKonzeption direkt zurückweisen.
Zu ähnlichem Resultat war bereits früher die citierte Ab-handlung von Leist gekommen, während der gleichfalls beige-zogene Aufsatz von Jung sich auf eine Zusammenstellung desAktemnaterials beschränkt hatte. Wenn nun gleichwohl hier noch-mals der Versuch gemacht werden soll, in eingehender Weisediese Frage zu untersuchen, so geschieht dies in erster Linie aufGrund zweier neuaufgefundener Pläne 1 (Abb. 12),
1 Sammlung- Dros, Bamberg.