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war. Im Einzelnen ergeben sich folgende Daten: 1694 wurdemit einem Turmbau für das Klosterarchiv der Kirche gegen-über begonnen, 1700 folgte der Offiziantenbau ausserhalb desKlosters, 1701 die Stallungen. Am 15. September 1701 wurdeder Grundstein zum Conventbau, Dormitorium und Krankenhaus(hinterer östlicher Trakt) gelegt, deren Erbauung drei Jahre inAnspruch nahm. Ob man nach Vollendung derselben bereitsmit D. über den Bau der Prälatenwohnung verhandelte, oderob man vielleicht damals das neue Gebäude errichtete, welchesauf einem etwa gleichzeitigen ungenauen Kupferstiche 1 (Taf. 8)in gänzlich abweichender Grundrissdisposition eingezeichnet ist,konnte ich nicht ermitteln. Jedenfalls wurde der heutige statt-liche Hauptbau erst in den Jahren 1738—50 aufgeführt; beidem 1737 erbauten Mitteltrakt (Refektorium) wird als Bau-meister Christian Flur von Berlichingen genannt; doch dürfenwir wohl mit Keller (1. c. S. 145) die Pläne hierzu dem B. Neu-mann zuschreiben, dessen Thätigkeit für die Kirche wenigstensfür das Jahr 1736 wohl verbürgt ist. (Keller S. 176.) — Höchstunsicher bleibt aber die Frage, von wem die Pläne zur Kircheangefertigt wurden. Johann Leonhard Dientzenhofer starbEnde des Jahres 1707; dass man mit ihm schon wegen desKirchenbaues unterhandelt hatte, war aktenmässig nicht zu be-legen. Die Grundsteinlegung erfolgte erst am 10. Mai 1708,nachdem man Ende Februar mit dem Ausheben des Fundamentsbegonnen hatte. Trotzdem, und obwohl seine Thätigkeit fürSchönthal in den Jahren 1704—8 in keiner Weise bezeugt ist,gilt Johann Leonhard als der Schöpfer des Planes, den derPalier Ströhlein und nach dessen Tod (1711) Bernhard Schüssler 2aus Bayern zur Ausführung brachten.
Wenn wir aber hören dass der Rohbau noch im Jahre1708 bis zum Dach gebracht wurde, so drängt sich, bei der
1 Vielleicht v. G. F. Weigandt (f 1736 in Bamberg)? Eine ganzähnliche Darstellung auf einem Fresko im 2. Kuppelfeld des hohen Chores.Die Abbildung ist nach dem Original d. Würzb. Univ. Bibi, angefertigt.(Del. Ebrac. Nr. 118.)
2 Wahrscheinlich identisch mit dem Schwager D’s., Bernhard Schies-ser, dem Nachfolger Leuthners im Waldsassener Baumeisteramt (s. Schmer-ber, S. 20).