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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
Entstehung
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lagert, sind in der zweiten Plangruppe (Abb. 7), um einebessere Gliederung der Massen herbeizuführen, die drei Höfedurch Längstrakte in sechs kleinere zerlegt, die mit Ausnahmedes südöstlichen alle geschlossen werden sollten. Diese Dispo-sition gibt ebenso wie die der dritten Plangruppe im we-sentlichen die Elemente der späteren Ausführung, bei welcherallerdings nur die beiden der Kirche zunächst hegenden Höfegeschlossen wurden. Dabei gab man auch die wohl absichtlichgewählte Kreuzesform des Entwurfes auf. 1 Die projektierteSymmetrie in Gruppierung der einzelnen Bauteile erforderte vonAnfang an energische Korrekturen der seitherigen Hauptrichtungs-linien; es galt zunächst, die Fronllinie des Hauptgebäudes fest-zulegen. Wenn man sich nach den ersten Versuchen darüberklar war, dass die Längsachse der Kirche auch für die Richtungs-linie des Hauptbaues massgebend sei, 2 und demgemäss dieschiefe Front der alten Anlage umgeändert werden müsse, soschwankte man doch zuerst, wo man diese Mauer ansetzensollte. Schliesslich entschied man sich dafür, die Front nichtin der Fluchtlinie der Kirchenmauer verlaufen zu lassen, son-dern dieselbe um die Breite einer in die Kirchenfacade ge-brochenen Thüröffnung weiter vorzusetzen.

Es war diese Anordnung mit Rücksicht auf die Kreuzgängegeboten, die in den ungefähren Massen ihrer Tiefenausdehnungübereinstimmen mussten. Ein weiterer Fortschritt in der orga-nischen Geschlossenheit der ganzen Anlage wurde auch dadurcherreicht, dass man bei der endgültigen Ausführung der Projektefür die Grösse des östlichen Kreuzganges die Länge des Seiten-schiffes der Kirche massgebend sein liess, sodass die Rückwanddes Kreuzganges in der Linie der Kirchenfacade aufgeführt unddadurch die ganze westliche Klosteranlage um die Breite desKreuzganges näher an die Kirche herangerückt wurde.

Die definitiven, wie es scheint, nicht mehr erhaltenen

1 Derartige symbolische Anspielungen lagen im Geschmack der Ba-rockzeit. Ein interessantes Blatt (Ebracher Pläne Nr. 100) zeigt den Ver-such, eine Klosteranlage in der Grundrissform des Jesuitenmonogrammsdurchzufiihren (IHS).

2 Vergl. Grundriss del. 1, Nr. 20, wo die Anlage zunächst entsprechendden alten Fundamenten schiefwinklig zur Kirche steht und durch corri-gierende Linien zurückgesetzt ist.