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Bamberg, um den grossartigen P o m mer sf el dener Schloss-bau in Angriff zu nehmen. Die Vorverhandlungen hiezu setzen,wie später auszuführen sein wird, wahrscheinlich schon zuEnde des Jahres 1710 ein. Die Fuldaer Arbeiten waren da-mals zu einem gewissen Abschluss gebracht, und es ist nurallzu erklärlich, dass D., dem eine neue hohe Aufgabe winkte,möglichst rasch von Fulda wegzukommen trachtete. LotharFranz hatte sich überdies schon längere Zeit vorher der DiensteD.'s versichert; das Dekret vom 1. September 1711, welchesihm als bambergischem Hofhaumeister wie seinem ver-storbenen Bruder den Gehalt von 40 fl. jährlich zusichert, hebtmit den Worten an: Nachdem s. ch. Gn. ... die gute ex-perienz, so Joh. D. durch seine besondere application im bau-wesen erworben in gndste Consideration gezogen und den-selben dahero zu dero Bamberg. Baumeister allschont vor
einigen Jahren . . . an und aufgenommen.—
Seinen ständigen Wohnort nahm er fortan in Bamberg; dieBauleitung in Pommersfelden, wo ausser dem grossen Schloss-neubau auch das alte Truchsessenschloss umzubauen war,führten ihn ungefähr alle 8 Tage dorthin.
Gleichzeitig war er für das Kloster Banz beschäftigt., undes ist sehr wahrscheinlich, dass der dortige Kirchenbau vonihm aufgeführt ist; wenigstens lässt sich für diese Zeit seineThätigkeit an anderen Teilen des Klosters aktenmässignachweisen.
Auf dem Michelsberg in Bamberg hatte er als selb-ständiger Meister nur untergeordnete Bauten aufzuführen ; dieihm zugeschriebene Kirchenfapade scheint von seinem BruderJohann Leonhard erbaut worden zu sein.
Seine sonstige Thätigkeit für die Stadt Bamberg lässt sichnicht mehr nachweisen; aus stilistischen Gründen bin ich ge-neigt, ihm einige Privathäuser, die seither unter seines BrudersNamen gingen, zuzuschreiben, z. B. das Concordiahaus undvielleicht auch das Böttinger-(Prell) Haus.
Die Pläne für das kurfürstliche Jagdschloss, die Jägersburgbei Forchheim, die in den Jahren 1720—30 aufgefübrt wurde,sind wohl ohne Bedenken dem damaligen Hofbaumeister zuzu-teilen. Von Kirehenbauten lässt sich nur der in Litzendorf beiBamberg (1715—18; auf ihn zurückführen.