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des 11. und 12. Jahrhunderts finden in ihm ihren zusammen-fassenden Ausdruck und Abschluss. Naturgemäss trat nachVollendung dieser hervorragendsten Aufgabe Bambergs Bau-kunst wieder zurück; die Führung übernahmen in der gothischenEpoche die aufblühenden benachbarten Reichsstädte, derenneuen grossartigen Kirchen Bamberg in seiner oberen PfarreEbenbürtiges nicht zur Seite stellen kann. Auch die deutscheRenaissance vermochte in der alten Bischofstadt, den verein-zelnten Bau der alten Hofhaltung ausgenommen, nicht festenFuss zu fassen. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts setztwieder ein frischer lebendiger Zug in der Bamberger Baukunstein. Allenthalben, in Stadt und Land, hebt in dieser Zeil, ge-weckt durch das Vorbild der Klöster, jene fieberhafte Bau-thätigkeit an, die binnen weniger Jahrzehnte dem Gesammt-bild der fränkischen Architektur einen völlig veränderten, ein-heitlichen Charakter verleihen sollte, und am Anfang dieser er-neuten Blütezeit steht nun als deren vornehmster Repräsentantdie bischöfliche Residenz in Bamberg. Wenn auch die Bautender Stadt selbst als die ersten ihrer Art bald an Bedeutunghinter den auswärtigen Schöpfungen zurückstehen, so bleibtBamberg doch bis ins 3. Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts anleitender Stelle; Bamberger Baumeister und Gesellen sind es,denen man in jener Zeit fast überall bei den massgebendenBauten des Frankenlandes begegnet.
Verursacht wurde diese Neubelebung der Baukunst, derenKlarlegung, das Ziel der folgenden Untersuchungen ist, durchden kläglichen Zustand, in den die ohnehin höchst einfachefränkische Archilektur während der langen, schweren Kriegs-jahre gekommen war. Wohl war man stets bestrebt gewesen,die schlimmsten Schäden und Zerstörungen — soweit es diefinanzielle Lage gestattete — jeweils bald zu beheben; aberdie so entstehenden Bauten waren nur notdürftige Wieder-herstellungsarbeiten, die mit Baukunst wenig gemein hatten.Jedwede grössere Aufgabe fehlte; so war denn, in natürlicherFolge der mangelnden Beschäftigung der Bauleute, die Archi-tektur allmählich gänzlich in Verfall geraten; und mit ihr lagenauch die Schwesterkünste darnieder.
Als dann nach dem westfälischen Frieden mit wieder-