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Katechismus des Radfahrsportes
Entstehung
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Die Kleidung des Radfahrers; die Toilette der Radfahrerin. 205

diesem Gebiet, MI der wohl hauptsächlich die heute üblicheBekleidung die Schuld tragen dürfte, zu beseitigen.

Die Mitte zwischen der vernunftgemäßen Kleidung, wiesie Frau l)r. Wettstein-Adelt so praktisch erfunden hat, unddem langen Rock hält ein ebenfalls sehr hübsches Kostüm,welches „Mode L Haus" kürzlich abbildete und welches sohcrgestellt ist, daß man allein durch Knüpfung eine regel-rechte Pumphose bilden kann, wie

schlechten Späße und alles das, Alb. »8. Schindlerswas sie hören muß, hinwegsetzen zu Büstenhalter,

können. Wie diel könnten wir nochvon Amerika lernen, wo es niemand in den Sinn kommenwürde, eine Dame auch nur spöttlich anzusehen, geschweigedenn seinem Witze die Zügel schießen zu lassen, weil sie inder Kleidung radfährt, die ihr am besten znsagt.

Allerdings muß jede Dame, welche sich dem Radfahrsportwidmet, zugleich mit einer der schädlichsten Gaben, welchedie Kultur dem Weibe zur Schädigung und zur Plage ge-bracht hat, ihre Verbindung abbrechen, nämlich dem Korsett.Beim Radfahren würde dasselbebald zurUnmöglichkeit werden,da es der Dame keine freie und tiefere Atmung gestattet.

Nun giebt es aber eine praktische Erfindung, welche denDamen, wenn sie sich denn gar nicht über die Eitelkeit einerschönen Büste hinwegsetzen wollen, das Korsett vollständigersetzt, ohne daß eine Schädigung ihrer Gesundheit damitverbunden ist.

man denn, vom Rade abgestiegen,den langen Rock in einer Minutewieder Herstellen kann.

Man kann es den Damen umso weniger übelnehmen, wenn sie zusolchen Aushilfen greifen, weil beiuns zu Lande eine in Pumphosenradfahrende Dame wirklich einergroßen Begabtheit üon Mut undTapferkeit bedarf, um sich über die