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Katechismus des Radfahrsportes
Entstehung
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Kurze Geschichte des Fahrrades und seiner Entwicklung

wie unzählige andere Versuche in dieser Richtung, in Ver-gessenheit geraten sein, wenn man ihr Erscheinen nicht derKuriosität wegen in einigen alten deutschen Chroniken ver-ewigt hätte

Die erste Erwähnung eines automobilen, d. h. durch dieeigene Muskelkraft des Fahrenden getriebenen Gefährtsfinden wir in der Meininger Chronik, wo berichtet wird,es sei am 9. Januar 1447 durch das Kalchsthor bis zumMarkt und wieder zurück eine in allen Teilen vollständigeKarosse gefahren gekommen, welche unbespannt gewesen undmittels eines eigenen Mechanismus von dem Erbauer bewegtund gelenkt worden sei.

Die Nürnberger Chronik verzeichnet, das; ein Zirkelschmicddaselbst, Namens Johann Hautsch, welcher von 1595 bis1670 lebte, etwa um 1649 ein durch einen Mechanismusgetriebenes Gefährt erfunden habe, mit dem er nach Beliebenanhalten wie fahren konnte und mit dem er bis zu 2000 Schrittin der Stunde zurückzulegen vermocht habe. Er habe denWagen nach Stockholm an den Prinzen Karl Gustav verkauftund habe auch an den dänischen Hof ein gleiches Vehikel inprunkvoller Ausstattung geliefert.

KurzeZeit später konstruierte sich dcrUhrmacher StephanFarfler, geb. 1663 in Altdorf bei Mrnberg, welcher ge-lähmt war, eine Fahrmaschine für Handbetrieb, welcher aufdie Vorderräder wirkte.

Um 1693 soll ein französischer Arzt, Namens Richard,in La Rochelle ein Vehikel für Fnßbetrieb erbaut haben, daherdie Franzosen das Fahrrad als Erfindung in Anspruchnehmen, niit Unrecht, da Hautsch bereits 23 Jahre tot war.

Da im Jahre 1769 auch der Engländer Ver Vers einenautomobilen Wagen der Art erbaut hat, welcher durch einebesondere Person mittels Tretens aus einen Kurbelmechanis-mns bewegt wurde, der auf die Hinterräder wirkte, währenddem im Wagen Sitzenden mir die Lenkung oblag, so sindauch die Engländer nicht abgeneigt, sich die Erfindung desVelozipeds zuzuschreiben.