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Einführung in die praktische Nahrungsmittelchemie
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III. Untersuchungsmethoden.

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Die im Schaume enthaltenen Partikelchen lassen sich sehrleicht direkt im Wasser oder in Quellungsmitteln untersuchen.Häufig empfiehlt es sich aber, gewisse Mengen des Schaums aufeinem Objektträger zu sammeln, nach erfolgter AustrocknungNelkenöl zuzusetzen und in diesem stark lichtbrechenden Mediumdie Schauminhaltsbestandteile zu untersuchen.

Bei der zweiten Methode, der „Bodensatzprobe", werden ambesten (nach Schimper) 2 g des Pulvers unter ständigem Umrührenin 100 g 2prozentiger Salzsäure 10 Minuten lang gekocht. Darauflässt man absitzen, giesst vorsichtig ab und untersucht in dersoeben angegebenen Weise den gebildeten Bodensatz. In ihm findenwir fast alle Zellfragmente und Inhaltsbestandteile des Pulvers vor,welche nach Zerstörung der Stärkekörner übrig geblieben sind.

Viel schwieriger als die bisher behandelten sindsolche Untersuchungen von Pulvern, welche absolut unbe-kannt sind und von deren Inhaltsbestandteilen man sichhöchstens durch Geruch und Geschmack ein anfänglichesUrteil zu bilden vermag. Solche Untersuchungen kann nurderjenige zu sicherem Schlüsse bringen, welcher mit dem Gebrauchedes Mikroskops vollständig vertraut ist und den Bau des Pflanzen-körpers genau kennt.

Es muss zunächst festgestellt werden, von welchemPflanzenteil ein derartiges Pulver abstammt. Hier kommt esnun darauf an, die Präparate genau zu durchmustern und sich vonseiner Erfahrung leiten zu lassen. Ein Anfänger wird nie zusicheren Ergebnissen gelangen.

Brauchbare Winke dürften folgende sein>):

1. Enthält das Präparat sehr viele Zellinlialtsbestandteile, Stärke,Eiweiss, fettes Öl, daneben vereinzelte Steinzellen oder Bastfasern,dagegen weder Chlorophyllzellen noch zahlreiche Gefässe, so habenwir es zweifellos mit einem Samen zu thun, der entweder einekräftige Samenschale oder eine starke Fruchtschicht besitzt.

2. Besteht das Präparat nur aus dünnwandigen Zellen mit deneben angeführten Inhaltsstoffen, fehlen also alle sklerotischen Ele-mente und Gefässe, so liegt sicher ein Mehl vor, welches ausgeschälten Samen gewonnen wurde.

1) Ich übergehe hier absichtlieh die Mehle, welche aus den Körnern derGramineen gewonnen werden. Die Kenntnis derselben setze ich als bekanntvoraus. Das Notwendigste darüber wird weiter hinten gegeben werden.