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Einführung in die praktische Nahrungsmittelchemie
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IX. Trinkwasser.

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Nach den Ermittelungen von Kübel entspricht 1 Teil Kalium-permanganat 5 Teilen „organischer Substanz." Man hat die gefun-dene Menge Kaliumpermanganat zur Umrechnung auf „organischeSubstanz" daher mit 5 zu multiplizieren.

Enthält das Wasser salpetrige Säure, so wirkt diese ebenfallsreduzierend auf Kaliumpermanganat ein. Es ist vorgeschlagenworden, in diesem Falle für jeden gefundenen Teil salpetrige Säure1,66 Teile Kaliumpermanganat in Abzug zu bringen.

C. Beurteilung.

Die Beurteilung der Güte und Brauchbarkeit eines Trinkwassersist nur zum Teil von dem Ausfall der chemischen Analyse abhängig.Ein gewichtiges Wort wird der Bakteriologe bei der Beurteilungmitzusprechen haben. Man hat früher der Zahl der aus demWasser auf geeignete Weise hergestellten Bakterienkolonien eineübertrieben grosse Bedeutung beigelegt. Nicht die Zahl dieserBakterien ist von Belang, sondern ihre Schädlichkeit. DerNachweis pathogener Bakterien in einem Trinkwasser ist dahervon grösster Bedeutung.

Wer sich über die Chemie und die bakteriologische Prüfungdes Trinkwassers eingehender orientieren will, dem seien folgendeWerke genannt:

Tiemann-Gärtner: Untersuchung und Beurteilung der W ässer,Verlag von Vieweg & Sohn. Braunschweig, 4. Auflage 1898.

Ohlmüller: Untersuchung des W assers, V erlag von J ul. Springer,Berlin, II. Auflage 1896.

C. Mez: Mikroskopische Wasseranalyse, Anleitung zur Unter-suchung des Wassers, Verlag von Jul. Springer, Berlin 1898.

C. Flügge: Die Mikroorganismen. Darin „Vorkommen vonBak-terien im Wasser" von R. Pfeiffer. S. 517. Verlag von F. C. W.Vogel in Leipzig. III. Auflage. 1896.

C. Günther: Einführung in das Studium der Bakteriologie.A. Allgemeines V, b. Wasseruntersuchung. Verlag von G. Thiemein Leipzig. IV. Auflage. 1897.