Druckschrift 
Einführung in die praktische Nahrungsmittelchemie
Entstehung
Seite
199
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

T. Milch.

199

b. die Fettbestimmung mit dem Mar chand'schen Lakto-butyrometer.

Das Marchand'sche Laktobutyrometer (Abb. 70) bestellt auseinem einseitig geschlossenen Glasrohr, das bei 10, 20 und 30 ccmje eine Marke trägt. Neben der 10 befindet sich ein M. weil biszu dieser Marke das Rohr mit der zu prüfenden Milch gefülltwird. Man giebt hierauf bis zur Marke Ae Äther und schüttelt dieMilch mit diesem kräftig und so lange durch, bis sich der Äther nichtmehr von der Milch trennt, sondern mit dieser eine gleichmässigeEmulsion bildet. Hierauf giebt man bis zur Marke S Weingeist vomspezifischen Gewicht 0,830—0,834, einem Alkoholgehalte von 91,2—90Raumteilen oder 87,2—85,6 Gewichtsteilen in 100 Teilen entsprechend,und schüttelt kräftig um. Die Eiweissstoffe werden gefällt undsinken in flockigem Zustande zum grössten Teil zu Boden, währendsich auf der wässerig-alkoholisch-ätherischen Flüssigkeit eine Fett-Ätherschicht absondert, deren Volum durch die bei S befindlichen,in Vio ccm geteilten Grade bei 17,5° abgelesen werden kann. Jegrösser die Fett-Ätlierschicht, desto fettreicher ist die geprüfte Milch.

B. Tollens und Fr. Schmidt haben eine Tabelle ausgearbeitet(siehe Tabelle 7 • am Schluss des chemischen Teiles des Buches),welche die J / 10 ccm Ätherfettlösung dem Fett-gehalt einer Milch, auf 100 ccm derselben bezogen,gegenüberstellt.

c. Die Prüfung mit Feser's Laktoskop.

Die Einrichtung des Fes er'sehen Lakto-skops (Abb. 71) beruht auf folgender Erwägung:

Je fettreicher eine Milch ist, desto undurch-sichtiger ist sie. Durch Verdünnen mit Wasserwird die Undurchsiclitigkeit verringert. Je mehrWasser man daher zu einem bestimmten VolumMilch hinzuzufügen hat, um einen gewissen Gradder Durchsichtigkeit zu erreichen, desto fett-reicher ist die betreffende Milch. Diese Thatsacheist von Feser nutzbar gemacht worden für dieFettbestimmung einer Milch. In einen weiteren,beiderseits offenen, graduierten Glascvlinder(Abb. 71) ragt ein kleines, aus Milchglas gefertigtesund mit schwarzen Strichen versehenes, oben ge-schlossenes Cylinderchen hinein. Das letztere ist

\t

Abb. 71.

Feser's Laktoskop.

an

hülse befestigt, mit welcher die untere Öffnung

eine Metall-des grossen