I. Milch.
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methoden pflegen nämlich an vielen Orten, wo eine polizeilicheMarktkontrolle der Milch eingerichtet ist, von polizeilichen Nicht-chemikern ausgeführt zu werden und haben die Bedeutung einervorläufigen Prüfung. Wenn der Ausfall dieser den Verdachteiner Fälschung der Milch nahe legt, wird nieist erst dem Berufs-chemiker die Milch zwecks einer Fettbestimmung nach wissen-schaftlich-exakten Methoden übergeben. Dort, wo die Kontrolleder Marktmilch allein in den Händen des wissenschaftlichenNahrungsmittelchemikers liegt, sollte dieser nur die wissen-schaftlich-exakten Methoden in Anwendung bringen.
Zu den Schnell-, bez. vorbereitenden Methoden derFettbestimmung gehören:
a. die Prüfung des spezifischen Gewichtes mit der Que-venne'schen Senkwage oder mit dem Laktodensi-meter nach Soxhlet;
b. die Fettbestimmung mit Marchand's Laktobutyro-meter;
c. die Prüfung mit Feser's Laktoskop;
d. die Prüfung mit Chevallier's Cremometer.
Zu den wissenschaftlich-exakten Methoden werdengerechnet:
e. die gewichtsanalytische Bestimmungnach Soxhlet, bez. Adams;
f. die aräometrische Methode nach Soxhlet;
g. dieCentrifugalmethode des Laktokrits;
h. dieBestimmungnachSchmid-Bondzynski.
a. Prüfung des spezifischen Gewichtesmit der Quevenne'schen Senkwage oder mitdem Laktodensimeter nach Soxhlet.
Die Quevenne'sche Senkwage (Abb. 68) istein Aräometer mit doppelt bezeichneter Skala. DieGraduierung umfasst die Zahlen von 14—46, welchedem spezifischen Gewicht 1,014—1,046 entsprechen.
Der Teil, welcher rechts für nicht abgerahmteoder „volle" Milch den 30. bis 33. Grad und linksfür abgerahmte Milch den 33. bis 37. Grad ein-geklammert enthält, ist mit rein bezeichnet undbesagt, dass für die entsprechenden Milchsorten ein Eintauchen
Abb. 68.Quevenne'scheSenkwage.