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A. Allgemeiner Teil.
entstellt bei Gegenwart von Formaldehyd eine schwarze Trübung, bez.Ausscheidung.
b) 1 Tropfen des Destillates wird mit 1 Tropfen Ammoniak auf einemObjektträger verdampft, wobei charakteristische Krystalle von Hexamethylen-tetramin (CI^)« -^4 hinterbleiben. Diese Verbindung giebt mit Quecksilber-chlorid, Phosphormolybdänsäure, Kaliumquecksilberjodid und zahlreichenanderen Substanzen charakteristisch krystallisierende Doppelverbindungenu. s. w., die man unter dem Mikroskop betrachtet (Vergleiche Romijn,Pharm. Ztg. 1895. Bd. 40 S. 407).
c) Mit Peptonlösung und konzentrierter Schwefelsäure versetzt, zeigtdas Formaldehyd enthaltende Destillat eine Blaufärbung (Droop Eichmondund Kidgell Boseley, Analyst 1895, Bd. 20 S. 154).
d) Versetzt man das Destillat mit einer durch schweflige Säure ent-färbten Fuchsinlösung, so färbt es sich bei Gegenwart von Formaldehyd rot.
5. Nachweis von Salieylsäure in Fleisch. Ein Stückchen Cerve-latwurst ist mit 0,01 g Salieylsäure zu durchkneten und diese nachzuweisen.
Man extrahiert die Masse mit 50 prozentigem Alkohol und dampft diealkoholische Lösung mit etwas Kalkmilch auf dem Wasserbade zur Trokene.Den Rückstand rührt man mit wenig verdünnter Schwefelsäure an, so dassdiese im Überschuss ist, und schüttelt die Masse mit Äther aus. Nach vor-sichtigem Verdampfen des Äthers auf dem Wasserbade nimmt man denRückstand mit warmem Wasser auf. Auf Zusatz eines Tropfens einer sehrverdünnten (noch schwach gelb gefärbten) Ferrichloridlösung entsteht eineViolettfärbung.
6. Nachweis von Salieylsäure in Milch. Nach Girard. 0,05 gSalieylsäure werden in 100 ccm Milch gelöst.
100 ccm der Milch und 100 ccm Wasser von 60° C. werden mit8 Tropfen Essigsäure und 8 Tropfen salpetersaurem Quecksilberoxyd ver-setzt, geschüttelt und filtriert. Das Filtrat wird mit 50 ccm Äther aus-geschüttelt, der Äther verdunstet und der Rückstand mit Ferrichlorid-lösung auf Salieylsäure geprüft.
7. Nachweis von Benzoesäure in Milch. Nach E. Meissl. 0,05 gBenzoesäure werden in 200 ccm Milch gelöst.
Die Milch wird mit einigen Tropfen Kalkwasser alkalisch gemacht,auf ein Viertel eingedunstet und unter Zusatz von etwas Gypspulver zurTrockene verdampft. Die trockene, fein gepulverte Masse wird mit etwasverdünnter Schwefelsäure im Überschuss angefeuchtet und 3 bis 4 malmit 50 prozentigem Alkohol kalt extrahiert. Die vereinigten sauren alko-holischen Auszüge werden mit Barytwasser neutralisiert und auf einkleines Volumen eingeengt. Dieser Rückstand wird abermals mit ver-dünnter Schwefelsäure angesäuert und mit kleinen Mengen Äther ausge-schüttelt. Der Äther hinterlässt beim freiwilligen Verdunsten die Benzoe-säure. Man erkennt sie in der neutralen, wässerigen Lösung durch Zu-satz von einem Tropfen Natriumacetat und neutraler Ferrichloridlösungan dem auftretenden rötlichen Niederschlag von Ferribenzoat.