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E. Allgemeine Methodenzur Untersuchung der homöopathischen Arzneipräparate.
Im folgenden sollen für die Untersuchung der homöopathischen Arzneipräparatekurze Anleitungen gegeben werden, wobei selbstverständlich die Kenntnis der einfachenchemischen und physikalischen Handgriffe vorausgesetzt wird.
A. Methoden zur Untersuchung der flüssigen Präparate.
1. Spezifisches Gewicht.
Das spezifische Gewicht der Flüssigkeiten wird entweder mit der Mohr-Westphal-schen Waage oder mit dem Pyknometer bestimmt. Die Bestimmung wird bei einer Tem-peratur von 17,5° C vorgenommen.
Ist sie bei einer anderen Temperatur ausgeführt, so wird mit einer für diese Zweckevollkommen ausreichenden Genauigkeit für spirituöse Flüssigkeiten eine Korrektur an-gebracht, indem bei Temperaturen über 17,5° für jeden Grad 0,0007 hinzugezählt undbei Temperaturen unter 17,5° für jeden Grad 0,0007 abgezogen wird.
Bei genauer Herstellung der Essenzen nach den Vorschriften der einzelnen Para-graphen findet man, daß das spezifische Gewicht im Durchschnitt bei den Urtinkturenbeträgt:
nach § 1 0,944nach § 2 0,944nach § 3 0,905.
2. Weingeistgehalt.
Der Weingeistgehalt kann ungefähr aus dem, spezifischen Gewicht der Urtinkturenoder weingeistigen Lösungen oder Potenzen erkannt werden. Zu dessen genauer Be-stimmung gibt man 50 ccm des zu untersuchenden Präparates in ein Destillationskölb-chen, fügt 100 ccm Wasser zu, sowie 50,0 Kochsalz oder Natriumsulfat (um ein Auf-schäumen beim Kochen zu vermeiden) und destilliert 100 ccm ab. Von dem Destillat wirddas spezifische Gewicht bestimmt und aus der Alkoholtabelle der Gehalt an reinemWeingeist festgestellt.
3. Extraktgehalt.
Der Extraktgehalt der Urtinkturen und dej Trockenrückstand der Lösungen usw.wird bestimmt durch Abdampfen im Wasserbade einer genau gewogenen oder (unterBerücksichtigung des spezifischen Gewichts) genau gemessenen Menge der Flüssigkeitin einem genau gewogenen kugeligen Glasschälchen von 6—7 cm Durchmesser unddarauf folgendes Trocknen während einer halben Stunde im Glyzerintrockenschrank bei105° C. Die Wägung muß möglichst schnell ausgeführt werden, da manche Extraktesehr begierig Wasser einziehen und daher schon auf der Waage in wenigen Minuten anGewicht zunehmen. Länger als eine halbe Stunde zu trocknen ist ebenfalls zu vermeiden,da namentlich fetthaltige Rückstände durch längeres Trocknen bei 105° C wieder anGewicht zunehmen.
4. Fette Öle.
Die Menge der in den Urtinkturen und Lösungen enthaltenen fetten Öle wird auffolgende Weise ermittelt: