IV
Der Verfasser hofft, in dem vorliegenden Werke nunmehr auch ein homöopathischesArzneibuch geschaffen zu haben, das seinen alten Anspruch, als
Normal-Pharmakopöe
zu gelten, rechtfertigt, da es einerseits die Bereitungsweise der homöopathischen Arznei-mittel im Sinne Hahnemanns enthält, anderseits aber auch den wissenschaftlichenAnforderungen unserer Zeit gerecht wird.
Für die unermüdliche Mitarbeit, sowie für die wertvolle Beschreibung der Kapillar-bilder spreche ich dem Direktor der Homöopathischen Central-Officin, Herrn ApothekerHugo Platz, auch an dieser Stelle meinen herzlichen Dank aus.
Etwaige Wünsche und Anregungen betreffend Erweiterungen oder Verbesserungensind stets willkommen.
Leipzig, im April 1924. Der Verfasser.
Vorrede zur ersten Ausgabe.
Nach fast zehnjährigen Vorarbeiten habe ich im Jahre 1872 das erste vollständigeSammelwerk auf dem Gebiete der homöopathischen Pharmazie herausgegeben. Die ge-samte hierher gehörige Literatur, Werke wie Zeitschriften der verschiedenen Kulturländerder Erde, mußten durchgesehen, das Material gesichtet, geordnet und bearbeitet werden.
Die früheren homöopathischen Pharmakopoen enthielten nur die gebräuchlichstenMittel und zum Teil diese, wie ich den s. Z. veröffentlichten Kritiken nachgewiesenhabe, unkorrekt bearbeitet.
Mein Werk erschien unter dem Titel:
„Pharmacopoea homoeopathica polyglotta"
und zwar die erste Auflage in drei, dagegen schon die zweite in fünf Sprachen, denensich in den letzten Jahren noch eine portugiesische und eine russische Ausgabe anschlössen.
Im Vorwort der zweiten Auflage der Pharmacopoea homoeopathica polyglotta istdie offizielle Anerkennung des Werkes als
Normal-Pharmakopöe
von Seiten der wissenschaftlichen homöopathischen Korporationen Deutschlands unddes Auslandes abgedruckt. Alle Kapazitäten auf homöopathischem Gebiete haben sichin ausführlichen und der Öffentlichkeit übergebenen Gutachten für mein Werk bzw.für die in demselben festgelegten Prinzipien ausgesprochen.
Zu diesen Anerkennungen älteren Datums sind solche bis in die neueste Zeit ge-kommen, so z. B. von Seiten aller homöopathischen Ärzte Dänemarks.
Genannte Pharmakopoe ist eine Art Gesetzbuch, nach welchem fast alle homöo-pathischen Apotheker der Erde arbeiten und das den meisten neueren homöopathischenWerken als Grundlage gedient hat. — Dasselbe, nur für den Fachmann bestimmt, warbislang ohne botanisches und chemisches Beiwerk.