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Dr. Willmar Schwabe's Homöopathisches Arzneibuch : Aufzählung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
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45%igem Weingeist, überall wo es die chemischen und physikalischen Eigenschaften der7 °° / ge!!t ^ ein " gestatten, in jeder Beziehung angenehm empfunden werden wird. Zur Herstellung

Stre P o l ten?en hen v011 Streukügelchenpotenzen verwendet man am besten flüssige Pötenzen, mit 70%igemWeingeist bereitet; es müssen daher Potenzen, welche diesem Zwecke dienen sollen, stetsfrisch mit solchem hergestellt werden.

Tinct.ad.us. ext. Tinkturen zum äußerlichen Gebrauch von Mitteln, für welche keine besondere Vor-schrift unter den Abhandlungen der Arzneimittel enthalten ist, werden nach der all-gemeinen Vorschrift, welche bei dem Paragraphen gegeben ist, nach welcher die Urtinkturbereitet ist, hergestellt.

Verreibungen. ] m § 7 j s t die Anfertigung der Verreibungen trockener Substanzen mit Milchzuckerbesprochen.

Es ist bei deren Herstellung wohl zu berücksichtigen, daß es sich nicht nur darumhandelt, den Arzneistoff so obenhin mit Milchzucker zu mischen, sondern vielmehr den-selben aufs innigste zu verreiben und molekular zu verfeinern, d. h. dem Urstoffe diegrößtmögliche Oberfläche zu geben und somit seine Wirksamkeit gleichsam aufzu-schließen und zu verstärken. Es kann nicht oft genug wiederholt werden, daß nur beigenauer Befolgung der Hahnemannschen Vorschrift stets gleichmäßige Präparate er-zielt werden.

verreibungszeit. Daß eine Verreibungszeit von mindestens einer Stunde, wie sie Hahnemann an-gegeben hat, erforderlich ist, davon kann man sich leicht überzeugen, wenn man bei derHerstellung der 1. Dezimalverreibung von Cuprum metallicum nach Ablauf von je10 Minuten Arbeitszeit eine Probe entnimmt, die Größe der einzelnen Partikelchen unterdem Mikroskop betrachtet und mißt. Obgleich schon nach kurzer Zeit die Masse demunbewaffneten Auge als homogen erscheint, wird man doch unter dem Mikroskop jenach der Länge der Verreibungszeit verschiedene große Kupferteilchen wahrnehmenkönnen, und erst nach ca. 60 Minuten oder noch länger wird man unter dem Mikroskopein gleichmäßiges Bild erhalten, bei dem die einzelnen Kupferteilchen eine Größe von0,0010,002 mm besitzen.

Wenn bei der Herstellung aber doch eine Abweichung hat stattfinden müssen, soist dies bei den betreffenden Mitteln angegeben. Das Verreiben, Aufkratzen und Auf-scharren der Verreibungen muß sorgfältig ausgeführt werden, damit nicht unzerteilterUrstoff in höhere Verreibungen übergeschleppt wird.

Hygroskopische Substanzen dürfen nur in erwärmten Schalen verrieben werden,verreibungen aus Die Herstellung von Verreibungen aus frischen Vegetabilien und Animalien kam in

frischen . .

vegetabilien und Wegfall, da man in diesen Präparate erhalt die anders wirken als aus frischen Vegeta-bilien und Animalien bereitete Urtinkturen und deren Verdünnungen. Es werden daherdie Potenzen vegetabilischer und animalischer Substanzen in Verreibungsform aus denbetreffenden Urtinkturen bereitet, wobei der Milchzucker die Stelle des WeingeistesVer trockenen aus ver ^ r '^- Werden aber doch Verreibungen aus getrockneten Vegetabilien und Animalienvegetabilien gewünscht, so ist dies besonders zu bemerken, z. B. Folia Digitalis pulv. trit. D 1 oderRad. Ipecac. pulv. trit. D 2.

FiusstgePotenzen Die von Hahnemann eingeführte Methode x ), die 3. Zentesimalverreibung in ge-ausVerreibungen. w g sser t em Weingeist aufzulösen und dann mit starkem Weingeist weiter zu potenzieren,hat von manchen homöopathischen Ärzten der Neuzeit lebhaften Widerspruch für solcheMittel erfahren, die nach den Untersuchungen der Chemiker nicht in Weingeist lösbar

1) Org., 6. Aufl., pag. 245, § 270.