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3 (1850) L - Z
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Yttrium. — Yttrotantamt.

eigentümliche Erde, die Yttererde. Diese Erde ist das Oxyd einesMetalls, des Yttriums, das Wöhler dargestellt hat, indem er dasChloryttrium mit Kalium behandelte; es erschien als metallglänzendeSchuppen, welche nach dem Trocknen ein schwarzgraues, schim-merndes Pulver bilden. In Bezug auf seine Oxydationsfähigkeit solles dem Beryllium gleichen. Hinsichtlich des von Wöhler erhaltenenYttriums ist zu bemerken, dass dasselbe nicht ein einziges Metall,sondern ein Gemenge mehrerer Metalle sei; Mosander wies näm-lich (Philosophical Magaz. Oct. 1843 S. 251 und Journ. f. pr. Chem.XXX. 289) nach, dass das unter dem Namen Yttererde beschriebeneOxyd ein Gemenge der Oxyde des Yttriums, Terbiums und Er-biums sei. R. Wgr.

Yttrocerit kommt in violblauen bis grauen oder weissen,beim Verwittern weiss werdenden krystallinischen Massen vor, dienach den Flächen einer quadratischen Säule Theilbarkeit besitzen,Sie sind undurchsichtig, wenig glänzend, haben das spec. Gew. 3,44,die Härte 4 — 5. Nach Berzelius besteht derselbe aus Fluorcalciummit Fluorcerium und Fluoryttrium in unbestimmten Verhältnissen, istalso ein Flussspath, in dem Calcium zum Theil durch Cerium undYttrium ersetzt ist. Vor dem Lölhrohr wird er weiss, ist unschmelz-bar und giebt mit Gyps eine beim Abkühlen unklar werdende Perle.(Der von Broddbo thut dies nicht.) Gegen Glasflüsse ist das Ver-halten das des Flussspaths, nur sind die Gläser heiss gelb. In Salz-säure ist er löslich; von Schwefelsäure wird er leichter als Fluss-spath unter Entwicklung von Fluorwasserstoffsäure zersetzt. Fund-ort: Finbo und Broddbo. (Schweigg. Journ. XVI. 241.) Z.

Yttroilmenit nennt Herrmann ein in rectangulä'ren, durchein RhombenoctaSder begrenzten Säulen vorkommendes, mit Colum-bit isomorphes Mineral von brauner bis braunschwarzer Farbe, glas-glänzendem Bruch, der Härte 5,5, dem spec. Gew. 5,4 — 5,45. Herr-mann fand in demselben 2,3 Ceroxydul und Lanthanoxyd, 18.3 Yt-tererde, 1,9 Uranoxydul, 13,6 Eisenoxydul, 0,3 Manganoxydul, 0,5Kalk, 5,9 Titansäure und 57,8 einer neuen Säure, Umensäure, die erfrüher für Tanlalsäure hielt (weshalb er das Mineral als Yttrotanta-

lit beschrieb); und stellte für dasselbe die Formel R

ii

auf. G.

und H. Rose halten die Umensäure Herrmann's für ein Gemengevon Niobsäure und Wolframsäure, und das Mineral selbst für iden-tisch mit Uranotanlal. (Journ. f. pr. Chem. XXXVIII. 119, XL. 474.

Z.Yttrotantalit kommt in gelben, braunen bis schwarzen,nur kantendurchscheinenden, wachsartig- oder metallglänzenden ecki-gen Stücken von körniger oder blättriger Textur im Feldspath ein-gewachsen zu Ytterby bei Fahlun u. a. 0. in Schweden vor. SeineHärte ist = 5,5, das spec. Gew. = 5,39 — 5,88. Der Bruch ist musch-lig bis uneben; der Strich ist weiss, hellbraun oder grau. Die che-mische Zusammensetzung wird im Allgemeinen ausgedrückt durch