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Xanthil. — Xanthophyllit.
Das spec. Gew. des Gases = 3,6824; der Versuch gab 3,564. DasXanthil konnte Aethylsuperoxyd sein. Eine Verbindung des Aethylsmit drei Aequivalenten Sauerstoff würde sich aber jedenfalls alsSäure erhalten. R. Wgr.
Xanthin, s. Rubia tinctorum.
Xanthingas C 2 H0 2 S 2 bildet sich bei der trocknen Destil-lation von xanlbogensaurem Kali; es ist von äusserst unangenehmemGeruch, der noch viel durchdringender als der des Mercaptans ist.Alkohol löst 12, Aether 20 und Terpentinöl 10 Volumen dieses Gasesauf. Es brennt mit blauer Flamme. Das Xanthingas lässt sich alseine Verbindung von S, H mit Oxalyl C 0 betrachten.
R. Wgr.
Xanthogensäure ist doppelt kohlenschwefelsaures Aethyl-oxyd oder Aethylsulfocarbonsäure, s. Bd. I. S. 90.
Xanthokon nennt Breithaupt wegen seines gelblichenStriches ein Mineral, das im (3 + l)axigen System krystallisirt, einspitzes Rhomboeder, dessen Polkanten 71° 32'messen, zur Grundformhat und gewöhnlich in mikroskopisch kleinen Krystallen, die als sechs-seitige Tafeln mit abwechselnd schief angesetzten Endflächen erscheinen,vorkommt. Die Farbe ist pomeranzgelb, je dünner die Tafeln, destolichter, Strich pomeranzgelb bis gelblichbraun. Die Krystalle sinddurchsichtig bis durchscheinend, demanlglänzend, etwas spröde, be-sitzen das spec. Gewicht 5,0—5,2, und die Härte 2 — 3. Seine che-mische Zusammensetzung wird nach Plattner durch die Formel
Ag 3 As -\- iJg 3 As. Im Kolben erhitzt giebt es ein Sublimat vonSchwefelarsen, das heiss rolh, kalt pomeranzgelb erscheint; auf Kohlegiebt es erst Schwefel und Arsendämpfe, dann nur schweflige Säure;der Rückstand giebl mit Borax die Eisenreaction, was nach Platt-ner von einer Beimengung von Schwefeleisen herrührt. Fundort:Erbisdorf bei Freiberg. (Pogg. Ann. LX1V. 272 u. 273.) Z.
Xanthopensäure. Wenn man Opiammon mit ätzendemoder kohlensaurem Kali zusammenbringt, so löst sich ersteres sehrbald unter Entvvickelung von Ammoniak mit schöngelber Farbe auf.Wenn man nach beendigter Ammoniakentwickelung die Lösung meh-rere Mal mit Salpetersäure mischt, so erhält man gelbe Flocken vonXanthopensäure, die nach dem Trocknen ein gelbes, krystalliniscbesPulver darstellen. Sie löst sich in Alkalien mit schöngelber Farbe.(Wohier, Annal. d. Chem. u. Pharm. L. 1.) R. Wgr.
Xantophyllit. Krystallsystem wahrscheinlich 3 + laxig. Erkommt in einer 3 bis 4 Linien dicken, aus breitstengligen oderschaligen Individuen bestehenden Hülle um einen Talkschieferkernim Talkschiefer von Slatoust vor. Spaltbarkeit findet nach der Basisder sechsseitigen Säule statt; die Spaltungsfläche besitzt perlmut-terarligen Glasglanz. Er ist wachsgelb, in dünnen Blättern durchsich-tig. Die Härte ist = 6, das spec. Gewicht = 3,04. Vor dem Löthrohr