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felwasserstoff zersetzt werden kann. In trocknem Zustande stelltdas Tallochlor einen eiweissglänzenden Ueberzug dar, der sich leichtzu Pulver zerreiben lässt. In Chlorwasserstoffsäure ist er fast unlös-lich. (Journ. f. pr. Ghem. XU. 113.) R. Wgr,
Tamarindensäure ist Weinsäure,
Tanacetin ist der Bitterstoff von Tanacetum vulgare; erstellt eine feste, gelbe, geruchlose, sehr bittere, in Wasser und Weingeistlösliche Masse dar. Die Lösung desselben giebt mit Eisenoxydsalzeneinen braunen, mit Bleizucker einen gelben, mit Quecksilberoxydul-salzen einen weisslichen Niederschlag. R. Wgr.
Tanacetsäure, eine aus Tanacetum vulgare dargestellte,nicht näher untersuchte Säure (Trommsd. n. Journ. XIV. II. 175),
Tangentenboussole, s. Sinus- und Tangentenboussole.
Tangentialkraft, gleichbedeutend mit Centrifugalkrafi(s. d.).
Tanghinin. Dieser Körper wurde von Henry und Olivieraus den von dem fetten Oele befreiten Mandeln von Ta nghinia ma-dagascariensis durch Ausziehen mit Aether und Verdunsten darge-stellt. Er krystallisirt aus der weingeistigen Lösung in durchsichti-gen, glänzenden, an der Luft verwitternden Schuppen, die sich leichtim Wasser lösen und beim Erhitzen schmelzen. Sie sind von bren-
nend bitterem Geschmack.
R,
Wgr.
Tantal, Golumbium, Ta — 1153,72. Das Tantal ist ein ein-facher, metallischer Körper, der 1S01 von Hatschett im Columbif,später von Ekeberg 1802 im finnländischen Tantalit und im Ytter-tantalit von Ytterki gefunden, sowie von Berz elius (Pogg. Ann. IV.1) und H.Rose neuerdings untersucht worden ist. Das Tantal findetsich mit den Metallen Niobium und Pelopium (s. d. Art.) alsSäure an Basen gebunden, in den unter dem Namen Tanlalit bekann-ten Mineralien. Es wird dargestellt, indem man geschlämmten Tan-talit mit der sechsfachen Menge schwefelsauren Kali's, bis zur Auf-lösung des ersteren, schmilzt und die geschmolzene Masse mit Was-ser auszieht. Die Metallsäuren (Tantal-, Pelop- und Niobsäure) blei-ben an Schwefelsäure gebunden im ungelösten Zustande zurück undenthalten gewöhnlich noch Eisen , Zinn und Wolfram. Zur Entfer-nung der beiden letzteren digerirt man den Rückstand mit Ammoniakund Schwefelammonium, aus der zurückbleibenden Masse zieht mandurch Chlorwasserstoffsäure das Eisen aus und wäscht den Rückstandmit Wasser. Ueber die Trennung der Tantalsäure von den beiden ande-ren Säuren verweise ich auf Mitscherlich's Ghem. II. 715. Die Tan-talsäure wird mit Kohle gemengt und Chlorgas darüber geleitet, dieentstehende Verbindung, aus Tantalsäure und Tantalchlorid bestehend,wird erhitzt und über die erhitzte Masse Ammoniakgas geleitet. Esbleibt dabei das Tantal metallisch zurück. Ferner lässt es sich durchGlühen von Fluortantalkalium mit Kalium darstellen. — Das Tantalerscheint als ein eisengraues Pulver, das unter dem Polirsiahle Me