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Talkerdf.. — TAuocnion.
100 u getrocknet die Zusammensetzung Mg 0 hat. Wenn man dasreine Talciumoxyd mit Wasser befeuchtet, so geht es unter Erhitzungin das Oxydhydrat über. — In reinem Zustande erscheint die Talk-erde als ein weisses, sehr voluminöses Pulver, dessen spec. Gew.3.20 (Schrötter's Chem. I. 640), 3,65 (H. Rose), betragt, im Was-ser sich nur sehr wenig löst; 1 Tb. Talkerde bedarf 55000 Th. kal-tes und warmes Wasser zu ihrer Lösung; sie kann nur im Kreisestarker galvanischer Batterien oder vor dem Knallgasgeblase email-artig geschmolzen werden. Die Talkerde verbindet sich, wie dieAlkalien, mit den Säuren zu neutral reagirenden Salzen, und stehthinsichtlich der Verwandtschaft dem Ammoniak ziemlich nahe (Mit-scherlich's Chem. 11. 149). — Die im Wasser löslichen Talkerde-salze sind von bitterem Geschmack und werden, wie schon angege-ben wurde, aus den Lösungen durch Kali oder Natron als Hydratgefällt, welches sich aber sogleich auf Zusatz irgend eines Ammo-niaksalzes wieder auflöst. Zur Bestimmung der Talkerde pflegt mandieselbe als phosphorsaure Ammoniak-Talkerde zu fällen und alsdurch Glühen derselben entstandene pyrophosphorsaure TalkerdeClMgO -f- P 2 0 5 ) zu wägen. Vor dem Lötbrohre verhält sich dieTalkerde zu Borax und Soda, wie die Kalkerde, mit Phosphorsalzlöst sie sich leicht zu einem klaren Glase, das unklar geflattert wer-den kann und bei vollkommener Sättigung unter der Abkühlungmilchweiss wird. Mit Kobaltlösung befeuchtet nimmt sie nach lan-gem Blasen eine fleischrothe Färbung an, die nach der völligen Ab-kühlung erst richtig gesehen werden kann (Plattner's Löthrohr1847. 129), R. Wgr.
Talkcrdehydrat, natürliches, oder Brucit, Mg¥t, krystalli-sirt in sechsseiligen Säulen des (3 -f- 1) gliedrigen Systems, welchenach der Basis theilbar sind; gewöhnlich sind die Kryslalle zu blätt-rigen oder büschelförmig gruppirten Massen vereinigt. Die Kryslallesind weiss, grau oder grünlich gefärbt, durchscheinend oder halbdurchsichtig, in dünnen Blätlchen biegsam, haben Gypshärte und dasspec. Gew. 2,35. Nach Stromeyer enthält er geringe Mengen vonKalkerde, Manganoxydul und Eisenoxydul, nach G. Rose auch geringeMengen von Kohlensäure. Vor dem Löthrohr giebt er Wasser ab,wird weiss und undurchsichtig, kann aber nicht geschmolzen wer-den; in Borax und Phosphorsalz ist er leicht löslich; mit Kobnltsolu-tion geglüht wird er blassroth, in Säuren löst er sich leicht; er fin-det sich zu Hoboken in Neu-Jersey auf Gängen im Serpentin, aufünst, einer der Shetlandinseln, u. a. ü. Z.
Talkspath,
erde (s. d.).
syn. Magnesit, ist natürliche kohlensaure Talk-
Tallochlor. Das Grün der Flechten ist von dem Chlorophyllverschieden; die Entdecker desselben, Knop und Schned ermann,gaben demselben den Namen Tallochlor. Wie dieser Körper aus denFlechten erhalten wird, stellt er eine schöngrüne, wachsartig klebendeSubstanz dar. Er bildet mit Bleioxyd eine grüne, unlösliche Verbin-dung, die durch Chlorwassersloffsäure und Aether. oder durch Schwe-